Ron Dennis gesteht das McLaren-Honda F1-Desaster ein: „Du hattest recht, ich hatte Unrecht!“
In einer schockierenden Wende hat der ehemalige McLaren-Chef Ron Dennis öffentlich das katastrophale Scheitern der McLaren-Honda-Partnerschaft während der Formel-1-Saison 2015 anerkannt und zugegeben, dass sein Vertrauen in das Projekt fehl am Platz war. Trotz der Zusammenstellung eines Elite-Teams mit Größen wie Fernando Alonso und Jenson Button verwandelte sich die Zusammenarbeit mit Honda in einen Albtraum, geplagt von einem trägen und unzuverlässigen Motor, der das Team im Stich ließ.
Die Folgen dieses desaströsen Wiedersehens waren schnell spürbar, als sowohl McLaren als auch Honda bis Ende 2017 getrennte Wege gingen – eine Trennung, die auch Dennis das Team kosten sollte, das er jahrzehntelang geleitet hatte. Der Tumult hörte dort nicht auf; Eric Boullier, der während dieser turbulenten Zeit am Ruder war, verließ ebenfalls kurz darauf das Team.
Boullier hat nun das Ausmaß seiner Bedenken hinsichtlich Hondas Bereitschaft für die Formel 1 offenbart und erzählte von Besuchen in der Zentrale des Herstellers in Japan im Jahr 2014. Er äußerte seine Zweifel gegenüber Dennis und fragte sich, wie Honda mit etablierten Giganten wie Mercedes konkurrieren könne, wenn sie offensichtlich so weit zurückliegen. Dennis hingegen wies Boulliers Bedenken zurück und strahlte eine unerschütterliche Zuversicht aus, die sich letztendlich als unbegründet herausstellte.
In einer offenen Reflexion erinnerte sich Boullier an einen entscheidenden Moment, als er aus Japan zurückkehrte und Dennis zur Rede stellte. “Wie ist es möglich, dass Honda schon nächstes Jahr bereit sein wird, mit Mercedes und den anderen zu konkurrieren, wenn sie offensichtlich noch so weit zurückliegen?” fragte er. Dennis‘ Antwort war einfach: “Mach dir keine Sorgen.”
Doch als die Testfahrten der Vorsaison 2015 in Jerez voranschritten, traf die Realität hart. Das Duo McLaren-Honda war langsam, unzuverlässig und weit von konkurrenzfähig entfernt. Als die düstere Leistung unbestreitbar wurde, wandte sich Dennis an Boullier und räumte schließlich ein: „Du hattest recht und ich hatte unrecht, Eric. Das ist wahrscheinlich das erste Mal, dass ich mich bei einem Franzosen entschuldige.“ Dieses Eingeständnis markiert einen seltenen Moment der Demut von einem Mann, der für sein unerschütterliches Selbstvertrauen und seine Führungsstärke in der hochriskanten Welt der F1 bekannt ist.
Spulen wir vor ins Jahr 2024, und McLaren hat ein beeindruckendes Comeback hingelegt und sowohl die Fahrer- als auch die Konstrukteursmeisterschaften zum ersten Mal seit 1998 gewonnen. In der Zwischenzeit hat Honda spektakulär zurückgeschlagen und Max Verstappen von 2021 bis 2024 zu vier aufeinanderfolgenden Titeln mit Red Bull verholfen. Jetzt steht Honda kurz davor, mit einer neuen technischen Partnerschaft mit Aston Martin vor der Saison 2026 erneut Wellen zu schlagen, was die offizielle Rückkehr in die F1 nach dem Rückzug Ende 2021 signalisiert.
Honda sorgt bereits für Schlagzeilen, indem es der erste Hersteller ist, der Bilder seines F1 2026 Motors enthüllt, und sich auf eine Produkteinführungsveranstaltung vorbereitet, die sein erneuertes Engagement für den Sport präsentieren soll.
Während sich die F1-Landschaft weiter entwickelt, dienen die Lektionen aus dem McLaren-Honda-Debakel als eindringliche Erinnerung: In der Welt des Motorsports können vergangene Misserfolge den Weg für zukünftige Triumphe ebnen. Für diejenigen, die an der Spitze bleiben möchten, sind exklusive Einblicke aus dem F1-Paddock nur einen Klick entfernt – treten Sie unserem Broadcast-Kanal auf WhatsApp bei oder abonnieren Sie den PlanetF1 YouTube-Kanal für die neuesten Updates, Features und Insider-Geschichten aus dem Herzen der Formel 1.
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