Porsches Dominanz bei den 2026 Rolex 24: Illusion oder Realität?
Während sich der Staub nach den aufregenden 2026 Rolex 24 am Daytona International Speedway legt, hallt die Frage durch das Fahrerlager: War Porsches Leistung wirklich so dominant, wie sie schien? Renger van der Zande, ein Fahrer, der von dem Rennen mitgenommen wurde, erklärte: „Sie spielen einfach mit uns!“ Dieser leidenschaftliche Ausbruch fasst den Unglauben vieler in der Rennszene zusammen.
Im krassen Gegensatz dazu bestand Porsches LMDh-Chef, Urs Kuratle, nach dem Rennen darauf, dass die Erzählung von Dominanz möglicherweise nicht die ganze Geschichte erzählt: „Ich bin überzeugt, dass es dominanter aussah, als es tatsächlich war.“ Während des Rennens zeigten die werksunterstützten Porsche Penske Motorsport 963s ein beeindruckendes Tempo und stellten oft ihre Position an der Spitze wieder her, trotz mehrerer Vorsichtsmaßnahmen. Daten unterstützen diese Behauptung und zeigen, dass Porsche 60 Prozent der schnellsten Rundenzeiten im gesamten Feld für sich beanspruchte.
Doch ein tieferer Blick in die Statistiken offenbart ein komplexeres Bild. Der #6 Penske Porsche übertraf bemerkenswert die besten 10 Prozent der Rundenzeiten im Vergleich zu seinem durchschnittlichen Gesamtwert von 60 Prozent – ein Hinweis darauf, dass frühe Rennkontakte mit einem LMP2-Auto seine Leistung im Verkehr beeinträchtigt haben könnten.
Während Porsche im Rampenlicht badete, erwies sich der BMW M Hybrid V8 als überraschender Herausforderer und sicherte sich den Platz als die drittestärkste Kraft hinter den werks-Porsches und dem #31 Cadillac. Der Acura ARX-06 hatte jedoch Schwierigkeiten, seine Leistung wurde durch Bedenken hinsichtlich des Reifenverschleißes beeinträchtigt – eine Angst, die vor dem Rennen aufkam. Der werks #93 Acura glänzte in den besten 10 Prozent der Rundenzeiten, versagte jedoch in den entscheidenden Momenten des Rennens.
Das BMW-Team, das anfangs mit Problemen während der Vorabtests und der ersten Trainingssitzungen zu kämpfen hatte, wendete sein Schicksal mit kurzfristigen Setup-Anpassungen. WRT-Teamchef Vincent Vosse äußerte sein Erstaunen über die Leistung des Teams und sagte: „Was für eine Leistung des Teams. Es ist unglaublich, was alle bei BMW M Motorsport und Team WRT erreicht haben.“ Fahrer wie Kelvin van der Linde und Dries Vanthoor äußerten ähnliche Gefühle und bezeichneten ihren Podiumsplatz als eines der unerwartetsten Highlights ihrer Karriere.
Spekulationen über ein mögliches Sandbagging von BMW vor dem Rennen sind weit verbreitet, doch solche Taktiken erscheinen für ein neues Team, das lernen und sich verbessern möchte, illogisch. Stattdessen scheint es, dass die späten Anpassungen von WRT entscheidend waren, unterstützt von WEC-Personal, das vor Ort war, um zu helfen.
Auf der anderen Seite sah sich Wayne Taylor Racing einer ernüchternden Realität gegenüber. Beide Cadillac V-Series.Rs lagen hinter ihren Action Express Racing-Kollegen zurück, und die Leistung des Aston Martin Valkyrie war auf der hochgeschwindigkeits Strecke ebenfalls enttäuschend. Im Verlauf des Rennens wurde klar, dass der finale Sprint – der über zwei Stunden dauerte – der Ort war, an dem die eigentliche Action stattfand.
Während dieses nervenaufreibenden Abschnitts zeigte der #31 Cadillac ein überlegenes Tempo und überholte sogar die siegreichen Porsches. Ein kritischer Fehler führte jedoch dazu, dass Connor Zilisch unter einer roten Flagge aus den Boxen fuhr, ein Patzer, der dem Cadillac die Chance auf den Sieg kostete. Aitkens frühe Jump-Start-Strafe verschärfte die Probleme des Cadillacs und ließ ihn aus dem Rennen, während die Porsches im Rampenlicht standen.
Beim Vergleich der Rundenzeiten aus dem letzten Sprint mit denen aus dem gesamten Rennen wird deutlich, dass der Vorteil von Porsche erheblich nachgelassen hat. Der #7 Porsche konnte pro Runde nur einen leichten Gewinn verbuchen, während die Konkurrenz auf der Strecke neuen Schwung fand. Dies wirft drängende Fragen auf: Fuhr Porsche von Anfang an mit Vollgas oder hatte der 963 in den drückenden Bedingungen, die das Rennen prägten, Schwierigkeiten?
Die Kommentare von Kevin Estre nach dem Rennen spiegelten anhaltende Bedenken über mögliche Schäden wider und sagten: „Leider haben wir zu Beginn ein anderes Auto berührt. Das Team konnte den Schaden nicht vollständig beheben, daher werden wir nie erfahren, wie stark unser 963 ohne diesen Vorfall gewesen wäre.“ In der Zwischenzeit hatte der Acura ARX-06 einen starken Start, kämpfte jedoch, als die Temperaturen stiegen, wobei seine Leistung in den entscheidenden letzten Momenten nachließ.
Was ist also die Quintessenz aus diesem dramatischen Rennen? Porsche mag mit Acura psychologische Spiele gespielt haben, aber ihr Sieg war bei weitem nicht so überwältigend, wie es nach den ersten zwei Stunden schien. Die Komplexität der Renn-Dynamik und das Zusammenspiel von Glück und Strategie zeigen, dass, obwohl Porsche triumphierte, die Konkurrenz näher rückt. Die Saison 2026 verspricht ein spannendes Schlachtfeld zu werden, während die Teams ihre Strategien und Technologien verfeinern. Macht euch bereit, Motorsport-Fans – diese Saga ist lange nicht vorbei!








