Pascal Wehrleins Formel E Achterbahn: Die quälenden „Was wäre wenn“-Fragen einer frustrierenden Saison
In einer Saison voller Potenzial sieht sich Pascal Wehrlein mit einer Flut von Enttäuschungen und nagenden „Was wäre wenn“-Fragen nach jedem Rennen konfrontiert. Der deutsche Fahrer hat in diesem Jahr eine tumultartige Reise in der Formel E-Meisterschaft erlebt, wobei jedes Rennen ihn dazu brachte, über verpasste Chancen und unerfüllte Versprechen nachzudenken. Während sich der Staub des Miami Grand Prix legt, wird deutlich, dass Wehrleins Saison eine Saga unermüdlicher Frustration war.
Drei Rennen in die Saison wurden Wehrleins Hoffnungen wiederholt zerschlagen. Im Eröffnungsrennen in São Paulo sicherte er sich die Pole-Position, doch eine Drei-Plätze-Strafe für das Durchdrehen der Räder in der Boxengasse – ein Verstoß gegen Artikel 23.18 der Sportbestimmungen – zwang ihn, von Platz vier zu starten. Trotz eines tapferen Einsatzes beendete er das Rennen auf derselben Position, was sowohl bei den Fans als auch bei den Teammitgliedern Fragen aufwarf, was hätte sein können.
Dann kam die schockierende Wendung in Mexiko-Stadt, wo Wehrlein im Qualifying unerwartet auf dem 11. Platz landete. Bekannt für sein Können auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez, erschütterte dieser seltene Fehltritt sein Selbstvertrauen. Dennoch kämpfte sich Wehrlein zurück und beendete das Rennen auf dem sechsten Platz, doch das anhaltende Gefühl von „Was wäre wenn“ verfolgte ihn weiterhin.
Miami stellte erneut ein Hindernis dar. Schon in der ersten Runde des Trainings hatte Wehrlein mit Problemen am Auto zu kämpfen, was ihn für das zweite Rennen in Folge auf den 11. Platz zurückwarf. Doch ein Hoffnungsschimmer tauchte auf, als das engagierte Team von Porsche es schaffte, das Problem zu diagnostizieren und zu beheben. Mit neuem Elan kämpfte sich Wehrlein durch die Konkurrenz und sicherte sich letztendlich einen hart erkämpften dritten Platz – sein erstes Podium der Saison.
Nach dem Rennen reflektierte Wehrlein über die Herausforderungen, denen er gegenüberstand, und sagte: „Es war ein gutes Ergebnis – es war harte Arbeit für uns. Wir haben ein Problem am Auto gefunden, das uns in Bezug auf die Einstellung des Autos und alles für das Wochenende in Rückstand gebracht hat.“ Er äußerte eine Mischung aus Erleichterung und Frustration und fügte hinzu: „Auf der einen Seite bin ich offensichtlich froh, dass wir es gefunden haben. Auf der anderen Seite denke ich auch, dass es ein anderes Wochenende hätte sein können, wenn das Wochenende anders verlaufen wäre. Und ja, es fühlt sich an, als hätte ich noch kein sauberes Wochenende gehabt. Nach dem Rennen, nach dem Wochenende gibt es immer ‚Was wäre wenn‘, was ein bisschen nervig ist.“
Trotz dieser Rückschläge bleibt Wehrlein im Rennen um die Meisterschaft und liegt derzeit nur zwei Punkte hinter Nick Cassidy, da Cassidy selbst in Miami keine Punkte erzielen konnte. Wehrleins Durchhaltevermögen zeigt sich, als er die Bedeutung der frühen Punkteansammlung in der Saison betont: „Es ist noch sehr früh in der Saison, und wir sammeln die Punkte, was wichtig für die Meisterschaft ist.“
Mit dem Fortschreiten der Formel-E-Saison stellt sich die große Frage: Kann Pascal Wehrlein seine Frustrationen in Triumph umwandeln? Jedes Rennen bietet eine neue Gelegenheit, und sowohl Fans als auch Analysten werden gespannt beobachten, ob es ihm endlich gelingt, die „Was-wäre-wenn“-Fragen zum Schweigen zu bringen und seine Saison in eine erfolgreiche zu verwandeln. Der Weg vor ihm könnte von Unberechenbarkeit geprägt sein, aber eines ist sicher: Wehrlein ist ein Fahrer, der sich nicht geschlagen gibt, und das Beste steht ihm noch bevor.








