Der Mercedes-Fahrer George Russell hat eine erstaunliche Behauptung über den ehemaligen Formel-1-Direktor Michael Masi aufgestellt. Russell deutet an, dass Masi möglicherweise in eine lebensbedrohliche Situation geraten wäre, hätte Max Verstappen die umstrittene Weltmeisterschaft 2021 nicht gewonnen.
Verstappens Sieg in der Meisterschaft kam unter umstrittenen Umständen. Lewis Hamilton, der die Saison dominierte, war auf dem Weg zu einem beispiellosen achten Titel beim Großen Preis von Abu Dhabi. Doch ein später Eingriff des Safety Cars veränderte den Verlauf des Rennens dramatisch.
Masas umstrittene Handhabung der Restart-Regeln ermöglichte es Verstappen, Hamilton in der letzten Runde zu überholen und sowohl den Rennsieg als auch die Meisterschaft zu sichern. Diese Entscheidung löste weit verbreitete Wut aus und führte letztendlich zu Masas Entlassung aus seiner Rolle als Rennleiter.
Russell teilte auch seine Ansichten darüber, wie Verstappen reagiert hätte, wenn er die Meisterschaft verloren hätte. Er stellte dies Hamiltons überlegtem Umgang mit der Niederlage gegenüber. „Ich denke, er wurde dazu ermutigt, weil ihn niemand konfrontiert hat“, enthüllte Russell der Presse.
Er kommentierte weiter Hamiltons Umgang mit der Meisterschaft und lobte seinen harten, aber respektvollen Ansatz. Russell stellte in Frage, wie Verstappen reagiert hätte, wenn er die Meisterschaft so verloren hätte wie Hamilton, und deutete an, dass Masi möglicherweise ernsthaften Bedrohungen ausgesetzt gewesen wäre.
Der Kontext von Russells Kommentaren war ein Vorfall in Katar, bei dem Verstappen angeblich gedroht hatte, ihm Schaden zuzufügen, nachdem er ihn für eine Strafe nach der Qualifikation verantwortlich gemacht hatte. Der Mercedes-Fahrer behauptete zudem kühn, dass ein Viertel von Verstappens Ingenieurteam aufgrund interner Frustrationen darüber nachdenke, Red Bull zu verlassen.
Russell nahm Verstappens Fähigkeit, mit Widrigkeiten umzugehen, ins Visier und sagte: „Er kann nicht mit Widrigkeiten umgehen. Er hatte das dominanteste Auto in der Rennsportgeschichte seit zweieinhalb Jahren.“ Er wies auf Verstappens Kollision mit Hamilton in Budapest und seine Kritik an seinem eigenen Team, Red Bull, hin, als Beispiele für seine Schwierigkeiten, wenn er nicht im schnellsten Auto saß.
Der Mercedes-Fahrer hob auch hervor, dass Verstappen seit Österreich die gleiche Anzahl an Rennen gewonnen hatte wie sechs andere Fahrer. Für Russell war dies ein klares Indiz dafür, dass Verstappen nicht unbesiegbar war. Er betonte, dass Verstappen, wenn er im dominantesten Auto saß, unbesiegbar schien – eine Situation, in der auch Russell und Hamilton während der Rennen in Silverstone und Las Vegas waren. Diese Erfahrungen unterstrichen die Bedeutung des Fahrzeugs für die Leistung eines Fahrers und die Möglichkeit, dass selbst die besten Fahrer geschlagen werden können, wenn sie nicht im leistungsstärksten Auto sitzen.