Max Verstappen schlägt Alarm über die Zukunft der F1: „Ich bin näher am Ende als am Anfang“
In einer verblüffenden Offenbarung, die Wellen durch die Motorsportgemeinschaft geschlagen hat, hat Max Verstappen offen erklärt, dass er sich „näher am Ende“ seiner Rennkarriere fühlt als am Anfang. Der vierfache Weltmeister äußerte sich während eines aufschlussreichen Interviews im Up To Speed-Podcast, wo er ernsthafte Bedenken hinsichtlich der aktuellen Formel-1-Regelungen äußerte, die seiner Meinung nach seine Langlebigkeit im Sport gefährden.
Verstappen hielt sich nicht zurück, seine Abneigung gegen den RB22 auszudrücken und bezeichnete ihn als sein „wenigstes Lieblingsauto“ in der Red Bull-Flotte. In einer kühnen Aussage, die über die Rennstrecke hinaus hallt, enthüllte er, dass er „leicht von der F1 weggehen“ könnte, wobei er Familie und persönliche Projekte über einen Sport stellt, der seiner Meinung nach an Anziehungskraft verliert.
Heftige Kritik an den Regeländerungen 2026
Das Grollen der Unzufriedenheit hat sich nur verstärkt, während Verstappen seinen Blick auf die umstrittenen neuen Regelungen richtet, die 2026 in Kraft treten sollen. Während Liberty Media sicherlich unter Druck steht, hat sich Verstappen als einer der schärfsten Kritiker der bevorstehenden technischen Regeln hervorgetan, die eine 55/45-Aufteilung zwischen Verbrennungsmotoren und elektrischer Energie schaffen sollen. Er beschreibt die Änderungen als einen Wandel hin zu einer „steroid-infundierten Formel E“, die das Wesen der F1 grundlegend verändert.
„Ich glaube, F1 sollte von roher Leistung handeln, nicht von übermäßigem Energiemanagement“, stellte Verstappen fest. Besonders beunruhigt ist er über die neue Anforderung, dass die Fahrer während der Geraden „abbremsen und gleiten“ müssen, um ihre Batterien aufzuladen, eine Taktik, die seiner Meinung nach den ultimativen Nervenkitzel, das Auto an seine Grenzen zu bringen, mindert.
Die Komplexität des 'Anti-Rennsports'
Verstappen hörte dort nicht auf; er kritisierte die neuen Vorschriften vehement als „anti-racing“. Er äußerte Frustration über die Erwartung, dass die Fahrer die Rolle von Ingenieuren übernehmen, Energiemaps und -tasten verwalten, anstatt sich ausschließlich auf den Adrenalinkick des Rennens zu konzentrieren. „Wenn der Schwerpunkt auf Energieeffizienz liegen soll, dann ist es vielleicht an der Zeit, über einen Wechsel zur Formel E nachzudenken“, beklagte er und machte auf sein wachsendes Unbehagen mit der Richtung von F1 aufmerksam.
Eine Zukunft der Unsicherheit
Trotz eines Vertrages mit Red Bull, der bis 2028 läuft, hat Verstappen unmissverständlich klargemacht: Wenn der Fahrspaß nachlässt, wird er nicht zögern, frühzeitig zu gehen. Mit Interessen an anderen Rennkategorien wie der World Endurance Championship (WEC) und GT3-Rennen, wo das Fahren als „analoger“ und reiner wahrgenommen wird, steht die Möglichkeit eines frühen Ausstiegs im Raum. Wenn der Sport seinen aktuellen Kurs beibehält, könnte er durchaus seinen Helm vor 2029 an den Nagel hängen und erklären, dass künstliche oder langweilige Fahrerlebnisse einfach inakzeptabel sind.
Während F1-CEO Stefano Domenicali versucht, den Sturm zu beruhigen und darauf hinweist, dass Fahrer Veränderungen zunächst immer widerstanden haben, bleibt Verstappen standhaft. Für ihn verschlechtert sich das Wesen der F1—der schnellsten und aufregendsten Rennkategorie der Welt—rasant.
Die Uhr tickt für den Sport, während er mit den harten Realitäten kämpft, die von einem seiner größten Stars ans Licht gebracht wurden. Wird die Formel 1 Verstappens Warnungen Gehör schenken, oder wird sie weiterhin einen Weg einschlagen, der droht, ihre leidenschaftlichsten Wettbewerber zu entfremden? Nur die Zeit wird es zeigen, aber eines ist sicher: Verstappens Zukunft in der F1 ist so ungewiss wie die Identität des Sports selbst.








