Max Verstappen, der illustre viermalige Formel-1-Weltmeister, hat eine heftige Debatte entfacht, indem er Sprintrennen als „langweilig“ und „unnötig“ bezeichnete. Trotz des Rekords für Sprintrennsiege – beeindruckende 13 Siege aus 24 seit ihrer Einführung im Jahr 2021 – hat Verstappen deutlich gemacht, dass er kein Fan dieser Schnellfeuerrennen ist, die an Samstagen während der Grand-Prix-Wochenenden stattfinden.
In einem offenen Interview äußerte Verstappen seine Frustrationen über das aktuelle Sprintformat und betonte, dass sie den traditionellen Zeitplan des Rennwochenendes stören. „Die meisten dieser unnötigen Auftritte am Samstag waren auch eher langweilig“, sagte er unverblümt gegenüber Blick. Er fuhr fort, seine Bedenken zu äußern, und wies darauf hin, dass das hohe Tempo dieser Veranstaltungen unnötigen Stress für die Mechaniker verursacht, die bereits in zwei Schichten während der Rennwochenenden arbeiten. „Und die meisten Fans vergessen eines: Diese ständige Aktivität ist besonders stressig für die Mechaniker“, fügte er hinzu und erkannte den Druck hinter den Kulissen an, der oft unbemerkt bleibt.
In der Saison 2025 gab es sechs Sprintrennen, von denen Verstappen zwei für sich entscheiden konnte, während auch seine Mitbewerber Lando Norris und Lewis Hamilton ihren Stempel aufdrückten. Norris, der letztendlich die Fahrermeisterschaft nur um zwei Punkte vor Verstappen gewann, zeigte die wettbewerbsintensiven Einsätze dieser kürzeren Rennen, die zusätzliche Meisterschaftspunkte bieten. Doch selbst mit der Möglichkeit auf zusätzliche Punkte bleibt Verstappen entschieden gegen das Format.
Mit Blick auf die Saison 2026 wird die Formel 1 weiterhin sechs Sprintrennen ausrichten, jedoch mit erheblichen Änderungen bei den Austragungsorten. Traditionelle Standorte wie China und Miami werden Sprintrennwochenenden beherbergen, während Silverstone sich auf sein erstes Sprintrennen seit 2021 vorbereitet. Spannend ist auch, dass die Fans sich erstmals auf Sprintrennen in Montreal, Zandvoort und Singapur freuen können. In einem bemerkenswerten Wandel werden jedoch Katar und Brasilien zu regulären Rennwochenenden zurückkehren, was auf einen bewussten Versuch hinweist, den Kalender der Sprintrennen früher in der Saison zu straffen.
Während der F1-Zirkus sich auf die neue Saison vorbereitet, haben Verstappens Kritiken eine breitere Diskussion über die Zukunft der Sprintrennen in der Formel 1 ausgelöst. Sind sie eine aufregende Ergänzung oder lediglich eine Ablenkung vom eigentlichen Spektakel des Rennens? Eines ist sicher – diese Debatte ist längst nicht vorbei, und während Verstappen mit seinen offenen Ansichten die Initiative ergreift, wird die Motorsportwelt genau beobachten, wie sich der Sport weiterentwickelt.








