Lando Norris erklärt kein Interesse an Rivalitätsvergleichen, während McLaren zurückliegt
In einer kühnen Aussage, die Schockwellen durch die Formel-1-Community gesendet hat, hat Lando Norris jegliche Vorstellung, sich mit den Powerhouse-Teams Mercedes und Ferrari zu vergleichen, entschieden zurückgewiesen, nachdem McLarens jüngste Leistung beim Barcelona-Shakedown zu wünschen übrig ließ. Der amtierende Champion begann seine Vorbereitungen für die kommende Saison auf dem Circuit de Catalunya, wo McLaren sich einer schwierigen Herausforderung gegenübersah und in entscheidenden Kennzahlen hinter beiden Rivalen abschloss.
Während des Shakedowns, der auf nur drei Tage Fahrzeit beschränkt war, wurde McLarens Strategie, ihre Fahrzeit zu verzögern, um optimale Entwicklungen zu verfolgen, offensichtlich. Das Team bestätigte diese Entscheidung nur wenige Tage zuvor, mit dem Ziel, ihre Wachstumschancen zu maximieren. Das Ergebnis war jedoch ernüchternd: McLaren schaffte es, nur 291 Runden zu absolvieren, ein krasser Gegensatz zu den beeindruckenden 500 Runden von Mercedes und 442 von Ferrari.
Die wettbewerbsintensive Atmosphäre verstärkte sich, als Mercedes und Ferrari die Spitzenpositionen bei den Rundenzeiten tauschten, wobei Ferraris Lewis Hamilton am letzten Tag die schnellste Zeit von 1:16.348 erzielte und damit seinen Teamkollegen George Russell knapp übertraf. In diesem erbitterten Wettkampf erreichte Norris eine respektable drittschnellste Zeit von 1:16.594, lag jedoch immer noch 0,246 Sekunden hinter Hamiltons Tempo.
Trotz der Zahlen, die ein ernüchterndes Bild zeichnen, blieb Norris unbeeindruckt und vermied direkte Vergleiche. „Ich denke, es ist so einfach, sich in Vergleiche zu verstricken“, betonte er in einem Interview mit F1TV. „Es liegt einfach daran, dass wir alle wettbewerbsfähig sind, also möchte man sich immer gut abschneiden sehen und das Gefühl haben, schnell sein zu können.“ Anstatt sich auf die Leistungen der Rivalen zu konzentrieren, hob Norris die Bedeutung der Lernerfahrung von McLaren während des Shakedowns hervor und sagte: „Ich denke, wir haben viel verstanden, sowohl bei niedrigem als auch bei hohem Kraftstoff, und bei den Reifen.“
Der Fokus für McLaren lag laut Norris darauf, ihr Verständnis des neuen MCL40 zu festigen, insbesondere in Bezug auf die Zuverlässigkeit. „Zuverlässigkeit ist eine der wichtigsten Dinge“, merkte er an und betonte die kritische Bedeutung, sicherzustellen, dass alle Komponenten – von Sensoren über Antriebseinheiten bis hin zu Getrieben – wie erwartet funktionieren. Die Erkenntnisse, die in dieser Zeit gewonnen wurden, werden zweifellos künftige Verbesserungen beeinflussen.
Was Norris selbst betrifft, erkannte er die Notwendigkeit von Anpassungen, um seinen Komfort im Auto zu verbessern. „Von meiner Seite aus, einfach wieder komfortabel mit dem Auto zu werden. Einige kleine Dinge muss ich hier und da ändern, aber ansonsten fühlt es sich immer noch wie ein Rennwagen an, fühlt sich immer noch schnell und immer noch angenehm an.“ Er reflektierte über den Anpassungsprozess und beschrieb ihn als eine der größten Veränderungen, mit denen er in seiner Karriere konfrontiert war. „Es herauszufinden. Es braucht immer noch Zeit. Wir verstehen die Umrisse davon, wie die Dinge funktionieren werden. Also bin ich glücklich. Es ist einfach schön, wieder im Auto zu sein. Dieses Gefühl von G-Kräften.“
In die Zukunft blickend, bereitet sich McLaren auf den ersten offiziellen Test der Vorsaison später in diesem Monat auf dem Sakhir International Circuit vor, der für den 11. bis 13. Februar geplant ist, mit zusätzlichen drei Testtagen vom 18. bis 20. Februar. Die Einsätze sind hoch, und der Druck ist groß, da McLaren darauf abzielt, den Rückstand auf ihre Rivalen zu verringern und in der kommenden Saison eine beeindruckende Leistung zu zeigen.
Fans und Analysten gleichermaßen warten gespannt auf das nächste Kapitel in McLarens Reise, während das Team bestrebt ist, ihr Potenzial zu nutzen und ihren Platz in den oberen Rängen der Formel 1 zurückzuerobern. Werden Norris und McLaren der Herausforderung gewachsen sein, oder werden sie weiterhin hinter den Titanen des Sports zurückbleiben? Nur die Zeit wird es zeigen, aber eines ist sicher – die Rennwelt schaut genau hin.








