Formel 1 am Abgrund: Flavio Briatore schlägt Alarm wegen neuer Vorschriften
Die Welt der Formel 1 ist voller Vorfreude, während Flavio Briatore, der Kopf hinter dem Comeback von Alpine, eine kritische rote Fahne bezüglich der Zukunft des Sports erhebt. Mit der Schließung aller anderen Sportprojekte der Renault-Gruppe hat sich Briatore zum Ziel gesetzt, das französische Team bis 2026 in die oberen Ränge der F1 zu führen. Seine jüngsten Kommentare offenbaren jedoch eine tief verwurzelte Besorgnis, die für die treue Fangemeinde des Sports problematisch sein könnte.
Briatore hat eine scharfe Kritik am neuen Regulierungsrahmen geübt und behauptet, dass die zunehmende Komplexität des Energiemanagements die Fans entfremden und die F1 in einen technischen Albtraum verwandeln könnte. Er befürchtet, dass der Sport sein Herz und seine Seele – Geschwindigkeit, Nervenkitzel und die rohe Kraft des Rennens – verlieren könnte, wenn er zu weit in den Bereich komplexer Technik abdriftet.
Während sich der Sport in Richtung elektrischer Komponenten bewegt und beispiellose Managementebenen fordert, werden die Fahrer sich in einer drastisch veränderten Landschaft zurechtfinden müssen. Briatore besteht darauf, dass dieser Wandel den Sport weniger fesselnd und schwerer nachvollziehbar macht, insbesondere da technische Debatten wie die über die Streckenbegrenzungen weiter toben und das Publikum weiter distanzieren.
Er zog Parallelen zu den frühen Tagen der Formel E und warnte, dass der technische Fokus das reine Fahrerlebnis überschattet habe. „Das Wesen des Motorsports darf nicht verloren gehen“, erklärte Briatore leidenschaftlich und betonte, dass die F1 in ihrer aufregenden Einfachheit verwurzelt bleiben sollte – wo das Drücken des Gaspedals die Hauptaktion ist und nicht eine strategische Berechnung des Energieverbrauchs.
Seine Bedenken werden durch eine klare Beobachtung unterstrichen: „Die Fans verstehen nur 20% von dem, was passiert. Wir müssen die Feinheiten des Sports klar kommunizieren, da es für die Fahrer ein völlig anderes Spiel geworden ist.“
Briatore wies auch auf den auffälligen Gegensatz zur Formel E hin und erinnerte daran, wie Lucas di Grassis Triumph in einem Alter, das normalerweise als Ruhestandsalter für Rennfahrer angesehen wird, der Beweis für die technischen Hürden war. „Diese Autos zu fahren war für F1-Fahrer unmöglich, weil es mehr um Ingenieurwesen als um Rennen ging. In diese Richtung gehen wir,“ beklagte er.
Trotz dieser Bedenken hinsichtlich der technischen Vorschriften lobte Briatore die kommerzielle Entwicklung der F1 unter der Führung von Liberty Media und hob eine bemerkenswerte Transformation des globalen Interesses in den letzten zehn Jahren hervor. „Vor zehn Jahren klopften wir an Türen, bis unsere Finger weh taten. Jetzt ist es umgekehrt; die Leute wenden sich an uns. Es ist ein völlig anderes Spiel,“ bemerkte er und veranschaulichte den dramatischen Wandel in der kommerziellen Landschaft des Sports.
Doch mitten in diesem kommerziellen Erfolg erteilte Briatore eine eindringliche Warnung: „Wir müssen die Rennen bewahren, wir müssen den Sound bewahren. Das ist Formel 1.“ Sein dringlicher Aufruf zum Handeln findet bei Fans und Interessengruppen gleichermaßen Resonanz, während sie einer unsicheren Zukunft gegenüberstehen, die das Wesen des Sports, den sie lieben, neu gestalten könnte.
Wenn die Uhr für die neuen Vorschriften heruntertickt, steht die Frage im Raum: Wird die Formel 1 in der Lage sein, ihr Wesen zu bewahren, oder wird sie zu einem Schatten ihrer selbst, verloren in den Komplexitäten moderner Technologie? Nur die Zeit wird es zeigen, aber eines ist klar: Flavio Briatore ist nicht der Einzige, der besorgt ist. Die Zukunft der F1 steht auf der Kippe, und die Fans warten darauf zu sehen, ob ihr geliebter Sport sich anpassen kann, ohne das zu verlieren, was ihn wirklich besonders macht.








