Die Sonderversammlung der FIA steht kurz davor, Kontroversen über die F1-Motorenregeln zu entfachen!
Die Formel 1-Welt bereitet sich auf einen seismischen Wandel vor, da eine explosive Debatte über neue Motorenregeln in einer von der FIA organisierten Sonderversammlung bevorsteht. Diese Versammlung technischer Experten, die am 22. Januar stattfinden wird, wird sich intensiv mit dem umstrittenen Thema des Verdichtungsverhältnisses des Verbrennungsmotors (ICE) befassen, ein Thema, das bereits vor dem Start der Saison 2026 hitzige Diskussionen ausgelöst hat.
Unter den vorherigen Regeln war das Verdichtungsverhältnis starr auf 18:1 festgelegt, doch in einem mutigen Schritt, um frischen Talenten und Teams die Türen zu öffnen, hat die FIA dieses Verhältnis für die kommende Saison auf 16:1 gesenkt. Diese Entscheidung hat jedoch einen Sturm der Kontroversen entfacht, insbesondere in Bezug auf die Praktiken von Branchenriesen wie Mercedes und Red Bull Powertrains. Während diese Hersteller bereit sind, statische Tests bei Umgebungstemperaturen durchzuführen, wachsen die Gerüchte, dass sie die Vorschriften ausnutzen könnten, um ein höheres Verdichtungsverhältnis unter tatsächlichen Rennbedingungen zu erreichen.
Gemäß Artikel C5.4.3 der Vorschriften „darf kein Zylinder des Motors ein geometrisches Verdichtungsverhältnis von mehr als 16,0 haben.“ Diese Messung wird unter statischen Bedingungen streng durchgesetzt, wobei jeder Hersteller von Antriebseinheiten verpflichtet ist, seine Messverfahren zur Genehmigung durch die FIA detailliert darzulegen. Aber hier wird die Sache kompliziert: Wenn diese Motoren unter Rennbedingungen mit einem höheren Verdichtungsverhältnis betrieben werden können, könnten sie dann argumentieren, dass sie sich immer noch im rechtlichen Rahmen bewegen?
Im krassen Gegensatz dazu lehnen rivalisierende Hersteller wie Audi, Ferrari und Honda diese Interpretation vehement ab und berufen sich auf Artikel C1.5, der klar besagt: „Formel-1-Autos müssen während eines Wettbewerbs jederzeit vollständig mit diesen Vorschriften übereinstimmen.“ Da das 16:1-Kompressionsverhältnis ausdrücklich in den Regeln festgelegt ist, argumentieren sie, dass dieser Standard während des gesamten Rennens gelten sollte – nicht nur unter statischen Bedingungen.
Da die FIA offenbar bereit ist, die bestehenden regulatorischen Kontrollen vorerst aufrechtzuerhalten, hat die Aufsichtsbehörde ein verlockendes Fenster für potenzielle zukünftige Änderungen offen gelassen. Bei dem bevorstehenden Treffen wird erwartet, dass dieses heiße Thema stark im Fokus steht, aber die Vertreter der FIA haben betont, dass die Agenda breiter gefasst ist und auch neue Chassis-Vorschriften umfasst.
Während die Spannungen steigen, ist es klar, dass die Hersteller mit potenziellen Schlupflöchern darauf bestehen werden, dass ihre Praktiken rechtmäßig sind, während andere nach Klarheit und Fairness im Sport verlangen. Da die FIA derzeit einen zurückhaltenden Ansatz wählt, scheinen wesentliche Änderungen vor dem Saisonstart unwahrscheinlich, was mögliche Anpassungen auf 2027 oder später verschiebt.
Die Komplexität der Situation wird durch den Mechanismus der zusätzlichen Entwicklungs- und Aufrüstmöglichkeiten (ADUO) verstärkt, der es Herstellern, die in der Leistung zurückliegen, ermöglicht, aufzuholen. Wenn ein Motor zwischen 2% und 4% hinter dem besten liegt, kann er ein zusätzliches Upgrade erhalten, während diejenigen, die mehr als 4% zurückliegen, Anspruch auf zwei Upgrades haben. Allerdings bleibt die Änderung des Kompressionsverhältnisses eine gewaltige Herausforderung, selbst mit diesen Upgrades.
Während Audi, Ferrari und Honda weiterhin Änderungen an den Messverfahren fordern, waren die Einsätze noch nie so hoch. Wird das Treffen der FIA die notwendige Klarheit bringen, um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, oder wird es die Spaltungen innerhalb des Sports weiter vertiefen? Eines ist sicher: Alle Augen werden auf das Ergebnis dieser entscheidenden Diskussion gerichtet sein, während sich die Formel 1 auf eine aufregende Saison 2026 vorbereitet!








