Ferrari Dominiert WEC 2025: Ein Machtspiel, das die Hypercar-Welt erschütterte
In einer elektrisierenden Wendung des Schicksals haben Ferrari und sein Partner AF Corse die Hypercar-Klasse in eine Dimension ohnegleichen für die Saison 2025 katapultiert. Der ikonische 499P, bereits ein heftiger Konkurrent, hat die Rennwelt im Sturm erobert und die Wettbewerber keuchend zurückgelassen. Die erste Hälfte der Saison war ein Zeugnis von Ferraris Ingenieurskunst, geprägt von einer unvergesslichen Siegesserie, die in der Motorsportgeschichte widerhallen wird.
Aber Moment mal – wie hat Ferrari eine so bemerkenswerte Dominanz erreicht, wenn die Balance-of-Performance (BoP)-Regulierungen darauf ausgelegt sind, das Spielfeld auszugleichen? Die Antwort liegt in einem seismischen Leistungssprung über die Wintermonate, eine Entwicklung, die das BoP-System durcheinanderbrachte. Ursprünglich basierend auf den Abschlussrennen der Saison 2024 festgelegt, konnte die BoP Ferraris neu gewonnene Fähigkeiten nicht berücksichtigen. Die Verbesserungen des 499P, insbesondere nach einem Update am Heck, gingen über alle Erwartungen hinaus. Während sie bereits Ende 2024 vielversprechend waren – mit einem Sieg in Austin und den besten Qualifikationsplätzen in Bahrain – hätte niemand den explosiven Leistungszuwachs voraussehen können, der nur drei Monate später auftrat.
Die Saison in Katar begann mit dem 499P, der ein wettbewerbsfähiges Leistungsgewicht von 2,070 kg/kW aufwies und damit zu den unteren Rängen gehörte. Dennoch entfesselte Ferrari einen unaufhörlichen Angriff und feierte einen beeindruckenden 1-2-3-Sieg. Anstatt für ihre Dominanz bestraft zu werden, stellte Ferrari fest, dass sich ihr Leistungsgewicht für das prestigeträchtige Rennen in Imola tatsächlich verbesserte und auf 2,057 kg/kW fiel. Dieser taktische Genius ermöglichte es dem Team, die Komplexität des BoP-Systems geschickt zu navigieren, die Dominanz aufrechtzuerhalten und dabei unter dem Radar in Bezug auf die Leistungsdaten zu bleiben.
Ferdinando Cannizzo, Leiter der Langstreckenrennwagen bei Ferrari, erläuterte ihre Strategie und sagte: „Von Anfang an haben wir hart daran gearbeitet, um eine gute Leistung auf allen Streckenbedingungen sicherzustellen. Die Ergebnisse haben bewiesen, dass wir unsere Ziele auf hocheffizienten Strecken wie Le Mans, Spa oder Monza zuerst erreicht haben.“ Er betonte, wie das Team akribisch Daten sammelte und ihr Setup anpasste, um die Leistung unter verschiedenen Rennbedingungen zu verbessern.
Das Drama erreichte jedoch seinen Höhepunkt während des legendären Le-Mans-Rennens, wo eine heftige BoP-Kontroverse ausbrach, die erhebliche Folgen hatte, einschließlich des schockierenden Rückzugs von Porsche aus der WEC. In einem speziell für dieses ikonische Ereignis erstellten BoP erhielt Ferrari eine enttäuschende Bewertung von 2,023 kg/kW unter 250 km/h, das niedrigste Leistungsgewicht unter Hypercars über dieser Geschwindigkeit. Dennoch stürmte trotz dieser Zahlen das Trio von Ferrari in die Spitze der Geschwindigkeitsranglisten und entfachte Frustration und Spekulationen unter den rivalisierenden Teams. Gerüchte im Paddock kursierten über mögliche Tricks und Taktiken, die Ferrari anwendete, doch eines blieb klar: Sie betrügen nicht, sondern überlisteten einfach die Konkurrenz.
Dieses BoP-Debakel schürte nicht nur Spannungen, sondern markierte auch einen entscheidenden Punkt in der Zukunft der WEC, was Porsche letztendlich dazu brachte, seine Position in der Serie zu überdenken. Nach Le Mans holte das BoP-System schließlich beim 499P auf und verhängte eine herausforderndere Bewertung von 2,227 kg/kW. Dennoch blieb Ferrari hartnäckig und bewies ihr Können sowohl bei trockenen als auch bei nassen Bedingungen und sicherte sich ihren Platz als formidable Kraft auf der Strecke.
Trotz Herausforderungen auf Strecken wie Sao Paulo und Fuji, wo ihr Leistungsgewicht das Ergebnis behinderte, blieb Cannizzo optimistisch bezüglich ihres Fortschritts. „Wenn man unsere Leistung vergleicht und jegliche Anpassung des Leistungsmanagements [das BoP] entfernt, haben wir viel Leistung gewonnen. Und darauf sind wir extrem stolz,“ erklärte er.
Als das schnellste Hypercar im Feld hat der Ferrari 499P einen neuen Maßstab gesetzt, wodurch Antonello Colettas Forderungen nach der vollständigen Abschaffung des BoP lauter denn je widerhallen. Ferraris strategisches Geschick, seine Vorteile zu nutzen, hat darin gipfelt, den ersten Prototypentitel für Maranello seit 1972 zu sichern, eine monumentale Leistung in der Welt des Motorsports.
Mit Blick auf 2026 befindet sich Ferrari in einer heiklen Lage. Während der Durst nach fortwährenden Siegen bleibt, muss das Team vorsichtig agieren, um rivalisierende Hersteller nicht vollständig aus dem Wettbewerb zu drängen. Die bevorstehende Saison verspricht eine aufregende Saga aus technischer Meisterschaft und politischem Geschick, während Ferrari das empfindliche Gleichgewicht zwischen Exzellenz auf der Strecke und der Notwendigkeit eines wettbewerbsfähigen Feldes navigiert.
In diesem Spiel mit hohen Einsätzen werden alle Augen auf Ferrari gerichtet sein, das Team, das die Regeln der Hypercar-Arena neu definiert hat. Werden sie ihre Herrschaft fortsetzen, oder wird sich die Konkurrenz endlich wenden? Die Welt wartet gespannt.








