John Elkann, der Vorsitzende von Ferrari, hat die Kommentare des ehemaligen Ferrari F1 Fahrers Jacky Ickx entschieden zurückgewiesen, der die Rekrutierung von Lewis Hamilton scheinbar auf eine bloße Marketingstrategie reduzierte. Hamiltons Wechsel von Mercedes zu dem in Maranello ansässigen Team wird als einer der am sehnlichsten erwarteten Schritte in der Geschichte der Formel 1 angesehen. Der siebenmalige Weltmeister wird Carlos Sainz ersetzen und sich mit Charles Leclerc zusammentun, während er auf seinen rekordverdächtigen achten Fahrertitel zusteuert.
Ickx, der in sechs seiner acht F1-Rennen mit Ferrari gewonnen hat, äußerte jedoch Skepsis gegenüber dem Wechsel. Während er im Januar beim Dakar-Rally in Saudi-Arabien mit Mundo Deportivo sprach, lobte Ickx die Leistung von Sainz bei Ferrari, bevor er andeutete, dass Hamiltons Verpflichtung hauptsächlich aus Publicity-Gründen erfolgt sei. Er vermutete, dass Hamiltons Wunsch nach einer neuen Erfahrung und die Anziehungskraft, Ferrari Teil seiner Karrieregeschichte zu haben, die zugrunde liegenden Motive seien.
Elkann, der als maßgeblich dafür angesehen wird, Hamilton zu Ferrari gebracht zu haben, hat stark auf Ickx‘ Bemerkungen reagiert. In einem ausführlichen Interview mit Hamilton im TIME Magazine äußerte Elkann seine Abneigung gegenüber den Kommentaren. Er argumentierte, dass weder Hamilton noch Ferrari eine Marketingoperation benötigen, um ihren Ruf zu bestätigen. Was wirklich zählt, so Elkann, ist das Gewinnen von Meisterschaften und das Erreichen von Ruhm auf der Rennstrecke, was sich natürlich um ihr Ansehen abseits der Strecke kümmern würde.
Ein Aspekt, in dem Hamiltons Einfluss sehnlichst erwartet wird, ist die Verbesserung der Diversität bei Ferrari, ähnlich wie in seinen frühen Tagen bei Mercedes. Hamiltons Bemühungen, einschließlich Initiativen wie Accelerate 25 und der Arbeit von Mission 44, haben die Belegschaft von Mercedes erheblich diversifiziert, ein Erfolg, den er mit der Scuderia nachahmen möchte.
Zum Thema Diversität betonte Teamchef Fred Vasseur die Bedeutung der Leistung. Während er die Diversitätsinitiativen unterstützt, stellte Vasseur klar, dass sein Hauptziel darin besteht, das beste Team zusammenzustellen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Hamiltons Wechsel zu Ferrari weiterhin Vorfreude und Aufmerksamkeit erzeugt. Es ist klar, dass der Fokus des Teams sowohl auf Leistung als auch auf Erfolg, sowohl auf als auch abseits der Strecke, bleibt.