Fernando Alonso startet scharfen Angriff auf die F1 2026 Autos: „Wie das Fahren eines Mietwagens!“
Die Formel 1-Landschaft durchläuft einen seismischen Wandel, da die Regelungen von 2026 eine Ära von Autos einläuten, die einige Fahrer an ihrer eigentlichen Essenz zweifeln lassen. Der legendäre Fahrer Fernando Alonso lässt kein Blatt vor den Mund und erklärt, dass die neue Generation von F1-Autos erheblich weniger Fahrgeschick erfordere und vergleicht sie aufgrund ihres Mangels an Grip mit „Mietwagen“. Diese schockierende Einschätzung hat die Motorsportwelt in Aufruhr versetzt, während das Saisoneröffnungsrennen, der Große Preis von Australien, am Horizont naht.
Während die neue Motorenformel im Mittelpunkt steht, sticht Alonso mit seiner offenen Kritik hervor. Er argumentiert, dass der Sport gefährlich nah an das Gebiet der Formel E drifte, dank einer umstrittenen 50/50-Aufteilung zwischen elektrischer und Verbrennungskraft. Der Fokus auf Energiemanagement hat die Renntaktik in ein komplexes Puzzle verwandelt, mit Begriffen wie „Boost-Modus“, „Überholmodus“ und „Batterieernte“, die die Gespräche im Fahrerlager dominieren. Diese Entwicklung bedeutet, dass die Fahrer jetzt vor dem Dilemma stehen, entweder in Kurven mit voller Geschwindigkeit durchzufahren oder Energie für die entscheidenden Geraden zu sparen.
Der erfahrene Fahrer hat Bedenken geäußert, dass der Nervenkitzel und die Herausforderung des Hochgeschwindigkeitskurvenfahrens erheblich gemildert wurden. „Man ist immer am Limit des Grips“, sagte Alonso während einer Pressekonferenz in Bahrain. „Aber in Hochgeschwindigkeitskurven, besonders, denke ich, ist es weniger herausfordernd. Wir müssen das sagen, es ist nichts Falsches daran, das zu sagen.“ Sein Vergleich mit einem Mietwagen unterstreicht seine Frustration; „In einem Mietwagen bist du immer am Limit des Grips, wenn du die Grenzen austestest.“
Die Auswirkungen dieser Energiemanagementstrategie sind überwältigend. Alonso offenbarte, dass die Fahrer in entscheidenden Kurven wie Kurve 10 und 12 gezwungen sind, Geschwindigkeit – bis zu 50 km/h – zu opfern, um Energie für später auf der Strecke zu sparen. „Jetzt sind wir in 10/12 etwa 50 km/h langsamer, weil wir dort keine Energie verschwenden wollen, und wir wollen sie alle auf den Geraden haben“, beklagte er. Das Ergebnis? Ein Szenario, in dem selbst ein Koch das heutige Auto effektiv bei reduzierter Geschwindigkeit fahren könnte. „Der Koch kann das Auto in 10/12 mit dieser Geschwindigkeit fahren, aber man will keine Energie verschwenden“, fügte er hinzu.
Dieser Wandel in der Dynamik lässt die Fahrer wie gefesselt fühlen, wobei Alonso betont, dass dies die Bedeutung ihrer Fähigkeiten verringert. „Aus der Sicht eines Fahrers ist es offensichtlich, dass deine Fähigkeiten jetzt weniger zählen“, erklärte er. „Du kannst so schnell fahren, wie die Energieentscheidung, die du vor dieser Kurve triffst.“
Während der 42-jährige Spanier sich auf das bevorstehende Rennen in Bahrain vorbereitet, setzt er weiterhin auf eine Rückkehr zu einem geschickteren und aufregenderen Fahrerlebnis. Alonso saß während der Tests wieder hinter dem Steuer des AMR26 und zeigte damit sein Engagement, sich in diesem sich schnell verändernden Sport anzupassen.
Mit hitzigen Diskussionen und höheren Einsätzen denn je bleibt es für Fans und Analysten ungewiss: Was hält die Zukunft für die F1 bereit, wenn der Nervenkitzel des Fahrens tatsächlich von der Technologie überschattet wird? Alonsos eindringliche Warnungen dienen als Aufruf für Puristen, die sich eine Rückkehr zu dem rohen, ungefilterten Nervenkitzel wünschen, der die Formel 1 lange geprägt hat. Wenn die Motoren dröhnen und die Lichter ausgehen, ist eines klar – diese Saison verspricht eine entscheidende in der Geschichte des Sports zu werden.








