Franco Colapinto: Der Unbemerkte Anwärter auf Red Bulls F1-Sitz
In einer überraschenden Wendung in der hochoktanigen Welt der Formel 1 deuten Gerüchte aus dem Fahrerlager darauf hin, dass Red Bull-Chef Christian Horner einen überraschenden Kandidaten für ihr Aufgebot 2025 ins Auge gefasst hatte. Trotz der Namen Yuki Tsunoda und Liam Lawson, die immer wieder genannt wurden, war es das argentinische Talent Franco Colapinto, das Horner angeblich ins Auge fiel.
Die Unerwartete Wahl: Franco Colapinto
Als sich der Staub der Saison 2024 legte, bereiteten sich die Red Bull-Fans auf einen Umbruch vor. Mit dem Abgang von Sergio Perez rechneten viele mit Liam Lawsons Beförderung von Racing Bulls zum Spitzen-Team. Nach Lawsons enttäuschenden Leistungen in Melbourne und Shanghai, wo er keine Punkte erzielen konnte, wurde er jedoch schnell durch Yuki Tsunoda ersetzt. Laut dem F1-Veteranen Ralf Schumacher war dies jedoch nicht Horners ursprünglicher Plan.
Colapinto hatte mit Williams Schlagzeilen gemacht und in neun Rennen fünf Punkte gesammelt, nachdem er für Logan Sargeant eingesprungen war. Trotz dieses vielversprechenden Debüts fand sich der argentinische Fahrer ohne Sitz für die Saison 2025 wieder und akzeptierte stattdessen eine Rolle als Reservefahrer bei Alpine.
Ralf Schumacher enthüllt, dass Horner daran interessiert war, Colapinto in das Red Bull-Team zu holen, aber interne Politik spielte eine entscheidende Rolle. Red Bulls Senior Advisor und Leiter des Fahrersprogramms, Helmut Marko, zog es vor, Fahrer aus den eigenen Reihen zu befördern, namentlich Lawson oder Tsunoda. Dieser interne Machtkampf vereitelte Horners Pläne, da Dr. Markos Einfluss überhandnahm.
Red Bulls Tumultuöser Saisonstart
Die frühen Tage der Saison 2025 waren für Red Bull ein gemischtes Bild. Das Team steht derzeit mit 36 Punkten auf dem dritten Platz in der Konstrukteurswertung, was größtenteils den unerschütterlichen Max Verstappen zu verdanken ist. Schumacher kommentierte die Leistung des Teams und hob die Unsicherheit über ihre technische Richtung hervor. „Ohne Verstappens Heldentaten scheint Red Bull orientierungslos zu sein,“ bemerkte er und wies auf interne Uneinigkeiten über die Fahrerwahl hin, die als potenzielle Ablenkung dienen könnten.
Interessanterweise erwähnte Schumacher auch Colapintos mögliche Fehltritte und nannte drei bedeutende Unfälle, die Horner’s Argument für seine Aufnahme ins Team geschwächt haben könnten.
Die Konsequenzen von Red Bulls Entscheidung
Die Entscheidung, Lawson gegen Tsunoda auszutauschen, blieb nicht ohne Kritik. Schumacher ist der Ansicht, dass dieser Schritt die Racing Bulls destabilisieren könnte, die mit dem Duo Tsunoda und dem Rookie Isack Hadjar floriert hatten. „Es ist unfair, ein Team zu untergraben, das gut performt,“ sagte Schumacher.
Während Tsunoda sich auf sein Red Bull-Debüt auf dem ikonischen Suzuka-Kurs vorbereitet, sind die Fans gespannt, wie er sich neben Verstappen schlagen wird, einem Fahrer, der dafür bekannt ist, seine Teamkollegen zu dominieren. Schumacher warnt, dass der Einstieg in den Spitzenplatz von Red Bull neben dem amtierenden viermaligen Weltmeister eine gewaltige Herausforderung darstellt. „Max hat das Auto nach seinen Vorstellungen geformt, was es zu einer formidable Herausforderung für jeden Neuling macht,“ stellte er fest.
Diese sich entwickelnde Erzählung bei Red Bull fesselt weiterhin die F1-Community, während Colapintos knappes Missgeschick eine weitere Schicht der Intrige zur Saison hinzufügt. Während sich das Drama entfaltet, werden alle Augen auf Suzuka gerichtet sein, wo Tsunoda seine erste Prüfung vor einem leidenschaftlichen heimischen Publikum bestehen muss.