F1 Chef Stefano Domenicali fordert Ruhe angesichts der Kontroversen über die radikalen Vorschriften von 2026
In einer kühnen Erklärung, die die Motorsport-Welt aufgewühlt hat, ruft F1-CEO Stefano Domenicali die Fans dazu auf, „ruhig zu bleiben“ inmitten eines Wirbelsturms von Bedenken hinsichtlich der revolutionären Vorschriften, die 2026 eingeführt werden sollen. Da die neuen Regeln bereits vor dem ersten Motorenstart auf Widerstand stoßen, findet Domenicalis Aufruf zur Geduld im Fahrerlager Gehör.
Die Vorschriften von 2026 versprechen einen seismischen Wandel, indem sie einen leistungsstarken Elektromotor zusammen mit nachhaltigen Kraftstoffen einführen, ein Schritt, der die Automobilriesen Audi, GM und Ford fasziniert hat und sogar Honda nach ihrem dramatischen Ausstieg zurück ins Spiel gelockt hat. Das ehrgeizige Design, das eine nahezu 50/50-Aufteilung zwischen elektrischer und Verbrennungsenergie vorsieht, hat jedoch Teams und Fahrer mit kritischen Problemen konfrontiert. Bei den ersten Testfahrten in der Vorsaison in Bahrain wurde offensichtlich, dass die Autos Schwierigkeiten hatten, genügend Energie zu nutzen, um über eine gesamte Runde hinweg Vollgas zu geben.
Führende Fahrer haben ihre Frustrationen über die extremen Energiemethoden, die von den neuen Antriebseinheiten vorgeschrieben werden, geäußert. Während die schlanken, leichteren Fahrzeuge im Allgemeinen Lob erhalten haben, gibt es besorgniserregende Zweifel hinsichtlich der Sicherheit, insbesondere in Bezug auf gefährlich hohe Schließgeschwindigkeiten und den Mangel an Energie auf Geraden, was Überholmöglichkeiten behindern könnte – ein wesentlicher Bestandteil spannender Rennen.
Da die Saisoneröffnung 2026 im Albert Park in Melbourne bevorsteht, sind die Einsätze höher als je zuvor. Trotz der Hinweise der FIA und FOM, dass Anpassungen fallweise vorgenommen werden könnten – insbesondere aus Sicherheits- oder Unterhaltungsgründen – bleibt Domenicali entschieden optimistisch. Er besteht darauf, dass die F1-Gemeinschaft nicht in vorzeitige Panik bezüglich der neuen Richtlinien verfallen sollte, bevor die erste Wettbewerbsrunde in Australien gestartet wird.
„Ich fühle diese Angst nicht; wir müssen ruhig bleiben“, erklärte Domenicali nachdrücklich. „Wann immer neue Vorschriften eingeführt werden, gibt es immer einen Zweifel, dass alles falsch ist. Ich versichere Ihnen, dass es eine offene Diskussion innerhalb der F1-Kommission gegeben hat, um Lösungen zu finden, die etwaige energiebezogene Probleme anzugehen. Ein Treffen ist vor Beginn der Saison angesetzt, um eine Überreaktion zu vermeiden, da wir gerade auf diese neue Reise aufgebrochen sind.“
Domenicalis Vertrauen erstreckt sich auf das Renn spektakel selbst. Er weist Ängste vor verminderten Überholmanövern zurück, nachdem er die Action auf der Strecke während der Tests in Bahrain aus erster Hand erlebt hat. “Ich verstehe nicht, worum es bei dieser ganzen Panik geht; es wird unglaubliches Rennen und jede Menge Action geben,” erklärte er. “Vorsicht ist Teil meines Stils, und wenn etwas nicht unseren Erwartungen entspricht, haben wir die Glaubwürdigkeit, uns mit den richtigen Personen – den technischen Experten und der FIA – zusammenzusetzen, um Lösungen zu finden.”
Er versichert den Fans, dass die Aufregung erhalten bleibt. “Ich war gerade auf der Strecke und habe das Rennen aus der Perspektive eines Fans betrachtet. Ich habe keinen signifikanten Unterschied in Geschwindigkeit oder Klang bemerkt. Während die anspruchsvollsten Fans subtile Audioänderungen vielleicht erkennen, garantiere ich, dass 99,9 % der Zuschauer diese Variationen nicht wahrnehmen werden. Wir müssen eine positive Einstellung bewahren, und wenn Anpassungen nötig sind, werden wir die Zeit und die Mittel haben, um gemeinsam zu reagieren.”
Mit dem bevorstehenden Beginn der Saison 2026 steht die F1-Gemeinschaft an einem kritischen Punkt. Mit Domenicalis Aufruf zur Ruhe bleibt die Frage: Werden die neuen Vorschriften ihr Versprechen eines aufregenden Wettbewerbs einlösen, oder werden sie weitere Kontroversen auslösen? Nur die Zeit wird es zeigen, aber eines ist sicher – die Motorsport-Welt schaut mit angehaltenem Atem zu.








