Ferraris Zukunft in Gefahr: Wird Oliver Bearman der Katalysator für Veränderung sein?
Während die Sonne über der glanzvollen Karriere der Formel-1-Legende Lewis Hamilton untergeht, steht die Frage im Raum: Wer wird die Fußstapfen des Renn-Titanen bei Ferrari ausfüllen? Der Fokus liegt derzeit auf dem aufstrebenden Star von Haas F1, Oliver Bearman, dessen möglicher Wechsel zur Scuderia die Grundfesten des Teams erschüttern könnte. Aber will Bearman den Job überhaupt?
Bearman, gerade einmal 20 Jahre alt, hat bereits in seiner Rookie-Saison bei Haas für Aufsehen gesorgt und rohes Talent gezeigt, das die Aufmerksamkeit der Ferrari-Scouts auf sich gezogen hat. Seine bemerkenswerte Fähigkeit, seinen erfahrenen Teamkollegen Esteban Ocon in der Fahrermeisterschaft zu übertreffen, zusammen mit einem beeindruckenden vierten Platz beim Großen Preis von Mexiko – dem besten Ergebnis von Haas überhaupt – hat Spekulationen über eine mögliche Zukunft bei Ferrari angeheizt. Die Verbindung des jungen Briten zur ikonischen Marke ist tief, da er ein ehemaliges Mitglied der Ferrari-Jugendfahrerakademie ist, was ihn zu einem Hauptkandidaten macht, um Hamilton abzulösen, der seit seinem Wechsel von Mercedes eine turbulente Zeit durchlebt hat.
Hamiltons erste Saison bei Ferrari war nichts weniger als eine Katastrophe; er konnte keinen einzigen Podiumsplatz sichern und beendete das Jahr auf dem sechsten Platz in der Fahrermeisterschaft, während Ferrari selbst nur einen vierten Platz in der Teamwertung erreichen konnte. Da 2026 das letzte Jahr von Hamiltons Vertrag markiert, könnten die Einsätze nicht höher sein. Wenn Hamiltons Leistung 2025 weiterhin sinkt, könnte Ferrari durchaus auf Bearman als frischere, günstigere Alternative zurückgreifen.
Allerdings hat Bearman mit seinen jüngsten Kommentaren für Aufsehen gesorgt, in denen er andeutete, dass er zögern könnte, in die risikobehaftete Welt von Ferrari einzutauchen, wo „Politik“ das Sagen hat. In einem Interview mit Sky Sports F1 gab Bearman zu, „ich habe das Gefühl, dass ich gerade erst mit Haas anfange… einer der [Vorteile] ist, dass es keine Politik gibt und keine Probleme, um Dinge zu ändern“, was darauf hindeutet, dass die schlankere Umgebung bei Haas es ihm ermöglicht, ohne die Last von Unternehmensdramen zu gedeihen.
Was bedeutet das jedoch für Ferrari? Ist Bearmans Zögern, in einen hochkarätigen Sitz zu eilen, ein Zeichen für tiefere Probleme im Team? Angesichts von Hamiltons turbulenter Amtszeit und Ferraris eklatanter Unfähigkeit, 2025 um Siege zu kämpfen, könnte der Reiz der ikonischen roten Autos schwinden. Spannungen haben sich aufgebaut, mit Gerüchten über Disharmonie zwischen Hamilton und seinem Renningenieur Riccardo Adami, sowie Unruhe rund um die Zukunft von Teamchef Fred Vasseur. Um das Feuer weiter zu schüren, hat Ferraris Vorsitzender John Elkann öffentlich erklärt, dass sowohl Hamilton als auch sein Teamkollege Charles Leclerc „weniger reden“ sollten, was das Unbehagen im Team weiter verstärkt.
Die Frage bleibt: Wenn Ferrari weiterhin im Mittelfeld feststeckt, welcher Topfahrer würde wollen, diesem historisch erfolgreichen, aber derzeit gebeutelten Team beizutreten? Leclerc, dessen beträchtliches Talent bisher keine Meisterschaftsherausforderung hervorgebracht hat, könnte bald müde werden von dem Status quo. Wenn er sich entscheidet zu gehen, könnte Ferrari sich auf die Suche nach zwei Fahrern machen, die in der Lage sind, das Niveau von Leclerc und Hamilton zu erreichen.
Der ehemalige Fahrer Jean Alesi hat Alarm geschlagen und seine Bedenken für die Zukunft von Ferrari geäußert, einem Namen, der in den Annalen der F1-Geschichte mit Erfolg gleichgesetzt wird. Die Einsätze sind enorm, und der Druck steigt. Wird Oliver Bearman zum Hoffnungsträger für Ferrari, oder wird das Team seinen Abwärtstrend fortsetzen? Die Uhr tickt, und die Welt der Formel 1 schaut genau hin.








