BMWs WEC-Kampagne 2025: Eine Saison voller Herzschmerz und verpasster Gelegenheiten
Die Saga des BMW M Hybrid V8 während der FIA Langstreckenweltmeisterschaft 2025 war nichts weniger als eine Achterbahnfahrt, geprägt von hohen Erwartungen und enttäuschenden Rückschlägen. Während sich der Staub legt, tritt eine offensichtliche Wahrheit zutage: BMWs Leistung ist stagnierend, und sie blieben ohne einen einzigen Sieg, während ihre Wettbewerber im Ruhm schwelgten.
Die Saison begann vielversprechend, und BMW etablierte sich schnell als Anwärter. Das Team konnte mit einem beeindruckenden Leistungsgewicht von 2,053 kg/kW beim Saisonauftakt in Katar aufwarten, was sie unter ihren Rivalen auf den dritten Platz brachte. Nur Cadillac und Peugeot schienen in einer besseren Position zu sein. Doch die Euphorie währte nicht lange. Trotz einer lobenswerten Vorstellung nahmen BMWs Ambitionen während des glanzvollen Rennens von Le Mans einen herben Rückschlag – ein kritischer Wendepunkt, der ihre Saison verfolgen würde.
Nach einem starken Start schossen die Erwartungen in die Höhe, doch die katastrophalen Ereignisse in Le Mans zerschlugen alle Hoffnungen auf einen Durchbruch. Technische Probleme plagten beide BMWs, die auf Schwierigkeiten mit der Kühlung des Hybridsystems und dem Verbrennungsmotor zurückzuführen waren. Die angespannte Situation führte zu einer Leistung, die BMW unter den Herstellern auf den vierten Platz zurückfallen ließ, wobei sie letztendlich um die siebten Plätze bis zum Ende des Rennens kämpften. Teamchef Vincent Vosse äußerte seinen Unmut und sagte: „Zuverlässigkeit. Da können wir nicht viel an der Geschwindigkeit ändern.“
Die Enttäuschung endete nicht in Le Mans. BMW musste einen weiteren verheerenden Rückschlag in São Paulo hinnehmen, wo das #15 Auto nur Minuten nach dem Start aufgrund von Bremsproblemen an die Box musste. Mit einer weniger günstigen BoP-Bewertung von 2,095 kg/kW sahen die Aussichten für BMW im Vergleich zu ihren Rivalen düster aus. Doch inmitten der Widrigkeiten gelang es dem #20 Auto, durch strategische Einfallsreichtum einen fünften Platz zu erkämpfen – ein Erfolg, der leider den letzten Moment des Triumphes für das Team in einer Saison markieren würde, die ihnen durch die Finger glitt.
Als die Meisterschaft voranschritt, setzte der regennasse Kurs in Austin dem Ganzen einen letzten Schlag, was zu einem ehrlosen Punktverlust und einem weiteren technischen Rückzug führte. Das #20 BMW musste sich mit den Konsequenzen einer Saison auseinandersetzen, die so viel versprochen hatte, aber stattdessen Herzschmerz brachte.
Blickt man in die Zukunft, steht BMW 2026 vor einem steinigen Weg, während sie sich darauf vorbereiten, ihren M Hybrid V8 mit grundlegend neu gestalteter Aerodynamik zu überarbeiten. Der Druck steigt, und Motorsportdirektor Andreas Roos wird zweifellos dem Vorstand einige harte Fragen stellen müssen. Wenn BMW seinen Status als wettbewerbsfähige Kraft in der Hypercar-Klasse zurückerobern will, müssen sie die Stagnation ablegen, die sie während der Saison 2025 geplagt hat.
Die WEC-Reise von BMW steht als warnendes Beispiel für Ambitionen, die durch technische Mängel und heftige Konkurrenz vereitelt wurden. Mit festem Blick auf die Zukunft bleibt der bayerische Automobilhersteller zu überlegen: Können sie aus der Asche auferstehen und in der kommenden Saison einen überzeugenden Sieg erringen? Die Motorsportwelt wird genau hinschauen.








