Alpines Barcelona Shakedown: Ein entscheidender Schritt zur Beherrschung des A526
In einem aufregenden Auftakt zur Formel-1-Saison 2026 hat Alpine mutig die Strecke in Barcelona betreten und das Shakedown genutzt, um nicht nur Kilometer zu sammeln, sondern auch tief in den Anpassungsprozess ihres revolutionären A526 einzutauchen, der nun von Mercedes-Motoren angetrieben wird. Der Fokus des Teams war scharf, während es durch eine dramatisch veränderte Regulierungslandschaft navigierte, die ihre Wettbewerbsfähigkeit neu definieren könnte.
Franco Colapinto, der sein Debüt in einem vollständigen Pre-Season-Testprogramm gab, betonte die monumentale Bedeutung dieser Gelegenheit. „Ein vollständiges Testprogramm zum ersten Mal abzuschließen, ist ein Wendepunkt“, sagte er und hob den Vertrauensschub hervor, den es vor dem Großen Preis von Bahrain mit sich bringt. In der Zwischenzeit beschrieb der erfahrene Fahrer Pierre Gasly die ersten Tage als einen „guten Start“, indem er zahlreiche Runden drehte und gleichzeitig die Notwendigkeit anerkannte, seine Fahrreferenzen für ein Auto, das sich „sehr anders“ anfühlt als seine Vorgänger, neu zu kalibrieren. Gaslys Begeisterung war spürbar, als er diese Herausforderung als aufregende Gelegenheit für einen technischen Neustart betrachtete.
Colapinto war am ersten Tag der einzige Fahrer für Alpine und kehrte am Mittwochmorgen auf die Strecke zurück, bevor er am Nachmittag an Gasly übergab. Bis zum Ende des fünften Tages hatte das in Enstone ansässige Team eine bemerkenswerte Anzahl von Runden im A526 gesammelt und damit eine solide Grundlage für ihr erstes umfassendes Engagement mit diesem innovativen Paket gelegt.
Ein holpriger Start wird vielversprechend
Trotz eines geringeren Rundenanzahl als erwartet erklärte der Geschäftsführer von Alpine, Steve Nielsen, dass dies lediglich die erste von drei Testphasen war, die für die Saison geplant sind, und dass sie innerhalb eines „sehr vollen“ Zeitplans arbeiten. Vor Barcelona hatte der A526 bereits Zeit in Silverstone verbracht, wo die ersten Tests „mehr Fragen als Antworten“ lieferten, insbesondere im kritischen Bereich der Energierückgewinnung – eine steile Lernkurve für alle Teams.
Im Verlauf der Tage in Barcelona erhöhte Alpine stetig ihre Rundenanzahl und setzte einen sorgfältig ausgearbeiteten Plan um, der Arbeitsbelastung und Testarten ausbalancierte. Nielsen berichtete, dass der letzte Tag besonders erfolgreich war, mit beeindruckenden 764 Kilometern, die zurückgelegt wurden, was „viel Material zur Analyse“ bot, bevor das Team nach Bahrain fährt. Er versicherte, dass das Team „fast im Zeitplan“ mit ihren internen Rundenanzielen sei, nachdem sie erfolgreich die Phase der Verifizierung von Verfahren und Feinabstimmung von Einstellungen zur Beurteilung der Reaktionen des Fahrzeugs durchlaufen hatten.
Daten, Energiemanagement und neue Fahrparadigmen
Nielsen unterstrich die entscheidende Rolle des Fahrerrückmeldungen beim Verständnis von Autos, die nun „deutlich höhere Höchstgeschwindigkeiten“ und „weniger aerodynamische Unterstützung in Kurven“ im Vergleich zu früheren Modellen aufweisen. Dies erfordert eine vollständige Neubewertung der Bremszonen, des Reifenmanagements und der Nutzung hybrider Energie. Ein wesentlicher Teil des Programms des Teams war der Untersuchung der Energierückgewinnung und -verteilung gewidmet, wobei verschiedene Strategien getestet wurden, um ein Gleichgewicht zwischen Leistung und Zuverlässigkeit zu finden.
Der gesamte Paddock ist derzeit voller Spekulationen, während die Teams an ihren Daten und Rundenzeiten festkleben, um die Treibstoffmengen und Motorenmodi der Rivalen zu entschlüsseln. Nielsen warnte jedoch, dass „nur wir unser eigenes Programm wirklich kennen“ und betonte, dass es noch zu früh sei, um endgültige Schlussfolgerungen zu ziehen. Er glaubt, dass nur wenige Teams ihr wahres Potenzial offenbart haben und realistische Rennsimulationen wahrscheinlich erst beim Bahrain-Test auftauchen werden.
Der Barcelona-Test von Alpine hat die Bühne für eine Saison bereitet, die vielversprechend und voller Vorfreude sowie harter Konkurrenz ist. Während sie sich auf Bahrain vorbereiten, werden alle Augen auf Alpine gerichtet sein, um zu sehen, ob ihre strategischen Vorarbeiten sich in der hochriskanten Welt des Formel-1-Rennsports auszahlen werden.








