Škoda bere sich darauf vor, den chinesischen Markt nach Jahren des drastischen Verkaufsrückgangs zu verlassen, in einem der auffälligsten Beispiele für die Schwierigkeiten, mit denen traditionelle Marken angesichts der wachsenden lokalen Konkurrenz konfrontiert sind.
Nach aktuellen Informationen wird erwartet, dass die Marke des Volkswagen Konzerns bis zur Jahresmitte den Verkauf in China einstellt, was das Ende einer Präsenz bedeutet, die einst ihren größten Markt darstellte.
Abrupter Rückgang in nur sieben Jahren
Die Zahlen verdeutlichen das Ausmaß des Rückgangs. Im Jahr 2018 erreichte Škoda in China mit 341.000 verkauften Fahrzeugen seinen Höhepunkt. Bis 2025 fiel diese Zahl auf nur noch 15.000 Einheiten, was einem Rückgang von etwa 96 % entspricht.
Der Abwärtstrend war in den letzten Jahren progressiv, da die Verkaufszahlen seit 2019 kontinuierlich zurückgingen, was die zunehmenden Schwierigkeiten widerspiegelt, in einem Markt zu konkurrieren, der zunehmend von chinesischen Herstellern dominiert wird.
Lokale Konkurrenz beschleunigt den Wandel im Markt
Der Rückgang von Škoda ist direkt mit dem rasanten Aufstieg chinesischer Marken verbunden, die durch aggressive Preisstrategien und einen starken Fokus auf Innovation, insbesondere im Bereich der Elektrofahrzeuge, an Bedeutung gewonnen haben.
Dieser Kontext hat den Druck auf traditionelle Hersteller erhöht und einige dazu veranlasst, ihre Präsenz im größten Automobilmarkt der Welt zu überdenken.
Globales Wachstum gleicht Verluste aus
Trotz des Rückgangs in China ist es Škoda gelungen, global einen positiven Verlauf beizubehalten. Im Jahr 2025 verzeichnete die Marke ein Wachstum von 12,7 % und erreichte 1.043.900 verkaufte Einheiten – das beste Ergebnis der letzten sechs Jahre.
In Europa erreichte sie erstmals den dritten Platz unter den bestverkauften Marken, während Märkte wie Indien, Nordafrika und die Türkei einen Anstieg der Nachfrage verzeichneten.
Strategie konzentriert sich auf neue Elektro-Modelle
In ihrem Zukunftsplan bereitet sich Škoda darauf vor, neue Elektro-Modelle einzuführen, darunter den Epiq, ein Einstiegsmodell im Segment, und den Peaq, ein größeres SUV mit sieben Sitzen.
Volkswagen Gruppe passt Strategie in China an
Während Škoda den chinesischen Markt verlässt, investiert die Volkswagen Gruppe weiterhin in das Land durch andere Marken und lokale Partnerschaften.
Zu den Initiativen gehört die Entwicklung der AUDI-Untermarke in Partnerschaft mit SAIC, obwohl die ersten Anzeichen auch in diesem neuen Projekt Herausforderungen anzeigen.
Eine Warnung für die globale Industrie
Der Austritt von Škoda aus China verdeutlicht, wie schnell sich das Gleichgewicht im Automobilsektor ändern kann, selbst für etablierte Marken.
In einem hochgradig wettbewerbsintensiven und sich schnell verändernden Markt wirft der Fall der tschechischen Marke Fragen zur Überlebensfähigkeit traditioneller Hersteller in China in den kommenden Jahrzehnten auf.








