Dacia stellt Dakar-Rallye-Programm ein: Ein schockierendes Ende eines rasanten Aufstiegs
In einer erstaunlichen Wendung der Ereignisse hat Dacia seine Entscheidung bekannt gegeben, das siegreiche Rallye-Raid-Programm in Dakar zu beenden, wirksam mit dem Abschluss der Weltmeisterschaft im Rallye-Raid 2026. Diese Entscheidung kommt früher als erwartet und markiert einen bittersüßen Abschied von einer Initiative, die die Marke ins Rampenlicht des Offroad-Motorsports katapultierte.
Dacia trat Ende 2024 mit einem einzigen Ziel in die Rallye-Raid-Arena ein: den Sieg bei der prestigeträchtigen Dakar-Rallye zu erringen. Gegen alle Widrigkeiten wurde das ehrgeizige Ziel erst letzten Monat erreicht, als das dynamische Duo Nasser Al-Attiyah und Edouard Boulanger die begehrte Trophäe bei Dacias zweitem Versuch der herausfordernden Herausforderung gewann. Ihr Triumph war nicht nur ein Sieg; er war ein Beweis für Dacias Potenzial in der hart umkämpften Welt des Offroad-Rennsports.
Trotz der anfänglichen Aufregung um Dacias Einstieg in die Weltmeisterschaft im Rallye-Raid hat das Unternehmen nun seinen Fokus verlagert und erklärt, dass seine unmittelbare Priorität darin besteht, den Meistertitel zu sichern, bevor die Aktivitäten eingestellt werden. Ein Sprecher von Dacia erklärte: „Die Marke hat ihr Ziel bei Dakar 2026 erreicht und möchte jetzt um die Meisterschaft kämpfen. Wir werden danach aufhören, um uns auf unser Kerngeschäft zu konzentrieren.“ Der ursprüngliche Plan sah vor, das Programm bis nach der Dakar 2027 zu verlängern, aber die Winde des Wandels haben die Strategie des Unternehmens durchzogen.
Die Entscheidung, die Rallye-Raid-Szene zu verlassen, erfolgt nicht isoliert. Sie spiegelt breitere Unsicherheiten hinsichtlich der Motorsportambitionen der Renault-Gruppe wider. Die Spannungen steigen, insbesondere rund um die Einrichtung in Viry-Châtillon, die ein Brennpunkt der Kontroversen war. Der Bürgermeister der Stadt, Jean-Marie Vilain, hat die Renault-Gruppe öffentlich verurteilt und sie der „Lügen und Verrat“ in Bezug auf die Zukunft der Einrichtung beschuldigt, die zuvor das Zuhause des Formel-1-Motorenprogramms von Renault war.
In einer dramatischen Pressemitteilung erläuterte Vilain die Einrichtung eines Überwachungsausschusses, der die Entwicklung eines neuen „Zentrums für Exzellenz und Innovation“ zur Ablösung der F1-Motorenentwicklungsstätte überwachen soll. Nach dem abrupten Führungswechsel bei Renault im Juni 2025, bei dem François Provost die Leitung von Luca de Meo übernahm, äußerte der Bürgermeister sein Bedauern über das Versagen von Renault, die während früherer Treffen gegebenen Zusagen einzuhalten.
„Das ist nichts weniger als skandalös“, rief Vilain aus und verurteilte das Unternehmen dafür, die Versprechen gegenüber der lokalen Gemeinschaft und seiner Belegschaft zu missachten. Die bevorstehende Ankündigung beim Treffen des Sozial- und Wirtschaftsausschusses am 12. Februar wird voraussichtlich die Krise, die innerhalb der Motorsportstrategie von Renault brodelt, weiter beleuchten.
Während Dacia sich darauf vorbereitet, die Rallye-Raid-Szene zu verlassen, bleiben Fans und Interessengruppen zurück, um über die Auswirkungen dieser Entscheidung nachzudenken. Wird der Erfolg der Marke bei Dakar ein flüchtiger Moment auf einem turbulenten Weg sein, oder wird er als Sprungbrett für zukünftige Bestrebungen dienen? Eines ist sicher: Die Motorsportwelt wird genau beobachten, wie Dacia diesen entscheidenden Moment in seiner Geschichte meistert.








