Alpine Shocks Motorsport-Welt: Rückzug aus dem WEC-Hypercar-Projekt bis 2026!
In einer überraschenden Ankündigung, die in der Motorsportgemeinschaft Wellen schlägt, hat Alpine seinen Rückzug aus der Hypercar-Klasse der World Endurance Championship (WEC) nach dem Ende der Saison 2026 erklärt. Diese Entscheidung markiert das Ende einer turbulenten fünfjährigen Reise, die 2021 begann, als der französische Automobilriese sein ehrgeiziges Debüt in der Hypercar-Rennszene feierte.
Trotz des Glanzes und Glamours des Langstreckenrennsports war Alpines Leistung alles andere als triumphal, mit lediglich drei Siegen während seiner Amtszeit. Die Ambitionen der Marke, in der Hypercar-Kategorie erfolgreich zu sein, wurden durch mangelnde Rentabilität behindert, wobei 2026 als das entscheidende Jahr für das Erreichen der finanziellen Gewinnschwelle festgelegt wurde. Der breitere Kontext offenbart einen besorgniserregenden Trend, da die Muttergesellschaft Renault gnadenlos ihr Motorsportportfolio strafft. Dazu gehört die kürzliche Schließung ihres Antriebsprojekt in der Formel 1, wobei man stattdessen Motoren von Mercedes beziehen wird. Darüber hinaus kündigte Dacia seinen Rückzug aus der Dakar-Rallye an, was den strategischen Rückzug von Renault aus dem wettbewerbsorientierten Rennsport weiter unterstreicht.
Philippe Krief, der CEO von Alpine, wählte klare Worte in seiner Erklärung über den bevorstehenden Ausstieg: „Wir mussten harte Entscheidungen treffen, um die langfristigen Ambitionen von Alpine zu schützen. Einerseits wächst die Automobilindustrie – insbesondere der EV-Markt – langsamer als erwartet. Andererseits müssen wir, um langfristig erfolgreich zu sein, weiterhin in das Produktportfolio und die Marke Alpine investieren. Das Ergebnis ist, dass wir entschlossene Maßnahmen ergreifen müssen, um eine Marke mit einer nachhaltigen Zukunft zu schaffen.“
Krief äußerte den sich wandelnden Fokus des Unternehmens und sagte: „Als ein Team muss sich jeder bei Alpine mit all unseren Kräften auf diese Herausforderungen konzentrieren. Obwohl wir bedauern, nach dieser Saison nicht mehr in der WEC weitermachen zu können, bietet uns der Fokus auf die Formel 1 eine einzigartige Plattform, von der aus wir das Markenbewusstsein im Einklang mit unseren Ambitionen für Produkt- und Marktwachstum steigern können.“ Er betonte: „Ein Gewinnergeist gehört zur DNA von Alpine, in allen Bereichen des Unternehmens. Daher bin ich zuversichtlich, dass wir bis zur letzten Sekunde des letzten Rennens, an dem wir bis 2026 beteiligt sind, weiterkämpfen werden.“
Diese überraschende Entscheidung wirft einen dunklen Schatten über die Zukunft des Renault-Standorts Viry-Chatillon, der seit der Einstellung der Produktion von F1-Motoren unter Beobachtung steht. Nach diesem Kurswechsel wurde die Einrichtung in „Hypertech Alpine“ umbenannt, aber da das Hypercar-Projekt nun auf der Kippe steht und der Umfang anderer Initiativen begrenzt zu sein scheint, wird die Rechtfertigung für die Beibehaltung einer Belegschaft von 300-350 Mitarbeitern ernsthaft in Frage gestellt.
Während Alpine sich darauf vorbereitet, seine Hypercar-Ambitionen aufzugeben, lassen Motorsport-Enthusiasten die Auswirkungen dieser drastischen Entscheidung Revue passieren. Wird dies ein vorübergehender Rückschlag sein oder ein Zeichen für tiefere Probleme innerhalb von Alpines Wettbewerbsstrategie? Der Countdown bis 2026 beginnt, und während Alpine die WEC verlässt, wird die Rennwelt zweifellos ein genaues Auge auf ihre nächsten Schritte haben. Die Einsätze waren noch nie so hoch, und die Zukunft dieser ikonischen Marke steht auf der Kippe.








