Flavio Briatores mutiger Rückkehr zu Alpine: Der Zustand des Mercedes-Motors, der alles verändern könnte
In einer überraschenden Wendung in der Welt der Formel 1 hat Flavio Briatore, der Mastermind hinter zwei Weltmeisterschaftsgewinnen, eine sensationelle Rückkehr zum Alpine-Team gemacht. Doch sein Wiedereinstieg in das ikonische Enstone-Team kam mit einer mutigen Forderung: der exklusiven Nutzung eines Mercedes-Benz-Motors. Diese entscheidende Bedingung spiegelt die hohen Einsätze und den erbitterten Wettbewerb wider, die den Sport prägen.
Briatore, bekannt für seine meisterhaften Partnerschaften mit Größen wie Michael Schumacher und Fernando Alonso, kehrte Mitte 2024 als „geschäftsführender Berater“ zu Alpine zurück. Seine Rolle eskalierte schnell zu der des de facto Teamchefs, was die Tiefe seines Einflusses und seiner Vision für das Team verdeutlicht. Der Hintergrund seiner Rückkehr war jedoch nicht ohne Kontroversen. Nur wenige Monate nach seiner Ankunft gab Renault die Schließung seines Formel-1-Motorprojekts bekannt, eine Entscheidung, die lange vor Briatores Comeback in der Luft lag.
Der italienische Rennmogul machte dem Renault-CEO Luca de Meo deutlich, dass er nur dann eine Rückkehr zum Team in Betracht ziehen würde, wenn sie einen Deal abschließen könnten, um vom leistungsschwachen Renault-Antrieb auf den überlegenen Mercedes-Motor umzusteigen. Briatores unerschütterliche Haltung war, dass „es keinen Plan B gab, es gab nur einen Plan“, und er betonte die Notwendigkeit, mit den Besten der Branche zusammenzuarbeiten. Sein Bestehen auf einem Mercedes-Motor hebt einen strategischen Kurswechsel hervor, der darauf abzielt, die Wettbewerbsfähigkeit von Alpine auf der Strecke zu revitalisieren.
Die Zusammenarbeit mit Mercedes hat bereits begonnen, sich auszuzahlen. In einer Branche, in der Leistung in Zehntelsekunden gemessen werden kann, ist Briatores Begeisterung über die neue Partnerschaft spürbar. „Es ist überraschend, auf welche Weise die Leute bei Mercedes mit uns zusammenarbeiten. Es ist eine super, super Beziehung“, sagte er und deutete an, dass diese Allianz den Kurs von Alpine in den kommenden Saisons neu definieren könnte.
Mercedes, das Kraftpaket, das die Ära der turboaufgeladenen V6-Motoren mit unglaublichen sieben Fahrertiteln und acht Konstrukteursmeisterschaften dominierte, ist erneut bereit, die Spitze anzuführen. Berichten zufolge könnte das Team in Brixworth eine Schlupfloch in den Motorregeln gefunden haben, das den von Mercedes angetriebenen Teams einen erheblichen Vorteil verschaffen könnte – potenziell vier Zehntelsekunden pro Runde. Diese Offenbarung könnte ein Wendepunkt für Alpine sein, während sie sich darauf vorbereiten, in einer neuen Motorformel zu konkurrieren, die 2026 debütieren soll.
Briatores Frustrationen über die bisherigen Leistungsniveaus von Renault waren offensichtlich, als er sich daran erinnerte, bei jedem Rennen nach ihrem Rückstand gefragt zu haben: „Bei jedem Rennen fragte ich, wie groß unser Rückstand sein würde. Dieses Rennen? Vier Zehntel. Dieses Rennen? 3,5 Zehntel.“ Sein unermüdlicher Streben nach Exzellenz unterstreicht die Dringlichkeit für Alpine, die Leistungsdifferenz zu schließen und seinen Platz an der Spitze der Formel 1 zurückzuerobern.
Jetzt, da zwei kritische Themen – der Motor und das Getriebe – vom Tisch sind, ist Briatore bereit, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt: Rennen zu gewinnen. „Zumindest wenn ich beim Rennen ankomme, werde ich nicht mehr fragen, wie viele Zehntel wir im Nachteil haben“, erklärte er, eine Aussage, die die Hoffnungen von Fans und Teammitgliedern gleichermaßen widerspiegelt.
Während Alpine sich auf eine transformative Ära unter Briatores Führung und dem leistungsstarken Mercedes-Motor vorbereitet, wird die F1-Welt genau hinschauen. Wird diese gewagte Strategie Alpine zurück zum Ruhm führen, oder wird sie unter dem Druck hoher Erwartungen scheitern? Eines ist sicher: Die Einsätze waren noch nie so hoch, und die Rivalität auf der Strecke wird sich wie nie zuvor intensivieren.
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