Colton Herta: Der gewagte Sprung des IndyCar-Stars in die Formel 2 Arena
In einem Schritt, der Wellen durch die Motorsportwelt geschlagen hat, tauscht Colton Herta die Hochgeschwindigkeits-Ovalstrecken der IndyCar gegen die intensiven Herausforderungen der Formel 2, mit festem Blick auf das begehrte Formel 1-Gitter. Dieser 25-jährige Rennprofi, der neunmal in der IndyCar gewonnen hat, sorgt für Aufsehen, während er sich auf diese kühne Reise begibt, mit dem Ziel, endlich die elusive FIA-Superlizenz zu erwerben, die zwischen ihm und seinem F1-Traum steht.
Bruno Michel, der CEO der Formel 2, steht an der Spitze dieser aufregenden Erzählung und beleuchtet die einzigartigen Vorteile sowie die formidable Herausforderungen, denen sich Herta in diesem neuen Kapitel stellen wird. Hertas Entscheidung ist nicht nur ein lockerer Karriereschritt; es ist ein strategisches Spiel in einem Spiel, in dem die Einsätze nie höher waren. Nachdem er 2022 verlockend nah an einem F1-Sitz war – nur um durch das rigide Punktesystem der Superlizenz aufgehalten zu werden – ist Herta nun auf einer Suche nach Wiedergutmachung. Angesichts der strengen Anforderungen der FIA ist Hertas Weg durch die F2 sowohl eine Notwendigkeit als auch ein kalkuliertes Risiko.
Was diese Situation noch überzeugender macht, ist die Tatsache, dass Herta unter der neu angepassten Struktur der IndyCar-Superlizenzpunkte problemlos die erforderlichen Punkte überschritten hätte, mit beeindruckenden 48 Punkten, die ihm in diesem Jahr einen Platz im F1-Gitter hätten sichern können. Doch die Realität hat einen anderen Weg diktiert, der ihn zur Formel 2 führt, wo er mit Hitech TGR fahren wird, während er gleichzeitig eine Entwicklungsfahrerrolle für das Cadillac F1-Team übernimmt – eine doppelte Herausforderung, die seiner ohnehin schon komplexen Karriere zusätzliche Schichten hinzufügt.
Die Intrige vertieft sich mit der Präsenz etablierter Fahrer wie Valtteri Bottas und Sergio Pérez, die beide mehrjährige Verträge mit Cadillac unterschrieben haben. Dieses Szenario fügt Hertas Ambitionen eine weitere Komplexitätsebene hinzu, da er sich in einer wettbewerbsintensiven Landschaft bewegen muss, in der jeder Punkt zählt. Um seine Superlizenz zu sichern, benötigt er nur noch sechs Punkte – das entspricht einem achten Platz in der F2-Meisterschaft. Klingt einfach, oder? Nicht so schnell!
Während Herta zweifellos über einen reichen Erfahrungsschatz verfügt, betont Michel, dass der Übergang zur F2 kein Spaziergang sein wird. „Die größte Hürde wird es sein, sich an die komprimierte und gnadenlose Struktur eines F2-Rennwochenendes anzupassen“, erklärt Michel. Im Gegensatz zu den nachsichtigen Zeitplänen der IndyCar bietet die F2 nur begrenzte Trainings- und Testzeiten, was bedeutet, dass Herta sich schnell an die Intensität und die schnellen Entscheidungen gewöhnen muss, die mit jedem Rennen einhergehen.
Darüber hinaus stellen die berüchtigten Pirelli-Reifen – bekannt für ihre Empfindlichkeit – eine erhebliche Herausforderung dar. Hertas Beherrschung der Strecke ist nicht garantiert, da er auf unbekannten Kursen in ganz Europa fahren wird, wo junge Talente aus der FIA F3 den Vorteil früherer Erfahrungen haben. Michel merkt an: „Die starken Fahrer lernen die Strecken extrem schnell“, aber für Herta wird diese Lernkurve steil sein, was eine schnelle Anpassung und strategisches Denken erfordert.
Mit all diesen Faktoren im Spiel steht Herta kurz davor, eine der faszinierendsten Geschichten der Rennsaison 2026 zu werden. Während er sich diesem steilen Kampf stellt, werden sowohl Fans als auch Kritiker genau beobachten, ob dieser IndyCar-Superstar das Blatt zu seinen Gunsten wenden und endlich einen Platz im prestigeträchtigen F1-Grid erobern kann. Wird Colton Hertas Reise durch die tückischen Gewässer der Formel 2 ihn zum ultimativen Preis führen? Nur die Zeit wird es zeigen, aber eines ist sicher: Die Motorsportwelt sitzt auf der Kante ihres Sitzes und wartet darauf, ob sich dieser mutige Schritt auszahlt.








