Der Teamchef von Mercedes, Toto Wolff, hat Bedenken geäußert, ob es dem Team gelungen ist, eine kritische Schwachstelle in seinem Formel-1-Rennwagen, dem W15, erfolgreich zu beheben, die in der Saison 2024 auffällig empfindlich auf warme Bedingungen reagierte. Das Problem war besonders ausgeprägt, da die Leistung des Autos je nach den vorherrschenden Temperaturen erheblich variierte.
Während der Rennveranstaltungen 2024 sicherte sich Mercedes vier Siege, wobei die Siege insbesondere in Silverstone, Spa und Las Vegas erzielt wurden. Interessanterweise fanden diese Siege unter kühleren Bedingungen statt, wobei George Russell das Feld in einem deutlichen 1-2-Finish anführte. Die Anpassungsfähigkeit des W15 an diese Bedingungen war ein entscheidender Faktor für diese Erfolge.
Allerdings war die Stärke des Autos bei kühleren Temperaturen auch seine Achillesferse. Wenn die Temperaturen stiegen, hatte der W15 oft mit Überhitzungsproblemen zu kämpfen, was sich negativ auf die Gesamtleistung auswirkte.
Um dies zu beheben, widmete Mercedes einen Großteil der Off-Season der Lösung dieses Problems. Dies wurde bei der Präsentation ihres neuen Biests, dem W16, bestätigt, wo das Team anmerkte, dass eine konstante Leistung ein zentrales Anliegen für die kommende Saison sei.
Dennoch hat das Team trotz seiner besten Bemühungen Schwierigkeiten, festzustellen, ob es gelungen ist, das Problem der Wärmeempfindlichkeit erfolgreich zu beseitigen. Dies liegt hauptsächlich am ungewöhnlich kühlen Wetter, das durch intermittierende Nieselregen während der Vorsaison-Tests in Bahrain geprägt war.
Auf Anfragen zum Fortschritt bei der Behebung dieses Problems machte Wolff eine humorvolle Bemerkung. Er stellte fest, dass Mercedes, angesichts des kalten Wetters, andere Teams deutlich übertreffen sollte, basierend auf dem Muster der vorherigen Saison. Er gab jedoch zu, dass dies nicht der Fall war.
Dieses Eingeständnis führte zu Spekulationen darüber, ob es Mercedes gelungen ist, ein Gleichgewicht in der Leistung des Autos unter verschiedenen Wetterbedingungen zu finden oder ob das Problem der Wärmeempfindlichkeit weiterhin besteht.
Der Teamchef von Aston Martin, Andy Cowell, äußerte sich ebenfalls zur Situation. Er wies darauf hin, dass moderne Datenanalysetools den Teams helfen können, Variablen wie Windböen aus ihren Berechnungen zu eliminieren. Er bemerkte jedoch auch, dass diese Bedingungen die Echtzeiterfahrung des Fahrers erheblich beeinflussen, was es zu einem schwierigen Element macht, das genau zu bewerten.
Der Mercedes-Fahrer George Russell stimmte diesem Gefühl zu. Er schlug vor, dass das Ziel des Teams darin besteht, die Leistung des Autos unter unterschiedlichen Wetterbedingungen zu analysieren und vorherzusagen, beispielsweise wenn die Temperatur deutlich höher ist oder sich die Windmuster ändern.
Mit dem bevorstehenden neuen Saison bleibt abzuwarten, ob Mercedes die wesentliche Schwäche seines F1-Autos für 2024 erfolgreich behoben hat, um eine konsistentere Leistung unabhängig vom Wetter zu gewährleisten.