Der Eintritt in die Welt der Formel 1 im Jahr 2026 wird Cadillac die neueste Ergänzung im Grid sein. Das grüne Licht für Cadillacs Eintritt in die prestigeträchtige Rennmeisterschaft kam nach einer Phase der Unsicherheit und einer Neugestaltung des Teams. Das Cadillac F1-Team von heute ist ein weit entferntes Abbild seiner ursprünglichen Inkarnation, als der Antrag erstmals bei der Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) eingereicht wurde, eine Transformation, die eine Welle der Verwirrung auslöste.
Die rätselhafte Reise zur Akzeptanz von Cadillac in der F1 wurde kürzlich von Dan Towriss, dem CEO von TWG Motorsports und dem Kopf der Cadillac-Operation, entmystifiziert. In einem offenen Dialog mit Sky Sports News ging Towriss auf die Ursprünge der Verwirrung ein und erläuterte, wie das Team sich anpassen und weiterentwickeln konnte.
Cadillacs Vorstoß in die F1 wurde ursprünglich von Andretti Global konzipiert, einem Unternehmen, das von dem ehemaligen Formel-1-Fahrer Michael Andretti geleitet wird und von Dan Towriss, dem CEO von Group1001 und Andrettis Geschäftspartner, unterstützt wird. Towriss‘ Allianz mit Andretti öffnete die finanziellen Wege, die notwendig waren, damit das Team seine Horizonte über die IndyCar-Operationen hinaus erweitern und den Sprung in die Formel 1 in Betracht ziehen konnte, als die FIA neue Teams einlud, ihr Interesse zu bekunden.
Der US-Automobilhersteller Cadillac sprang bald auf den Zug auf, mit Plänen, in Zukunft ein F1-Antriebseinheit zu entwickeln. Die FIA akzeptierte das ursprüngliche Angebot unter der Leitung von Andretti, aber es wurde von der Formula One Management (FOM) abgelehnt, was die Tür für Cadillacs zukünftigen Eintritt offen ließ.
Trotz des anfänglichen Rückschlags blieb die Partnerschaft zwischen Andretti und Cadillac fest entschlossen, ihren Fußabdruck in der F1 zu hinterlassen. Das Duo machte mit dem Bau seines ersten F1-Chassis weiter, während es eine bedeutende Umstrukturierung durchlief, bei der Michael Andretti zurücktrat und Towriss eine größere Rolle übernahm. Dieser Wandel führte auch dazu, dass Cadillac in den Mittelpunkt rückte, was letztendlich zu ihrer Akzeptanz durch die FOM Ende 2024 führte.
In einem Gespräch mit Sky Sports News gab Towriss Einblicke in den Weg des Teams zur F1 und erklärte: „Eine beträchtliche Menge an Arbeit wurde im Hintergrund geleistet, um Formel 1 und Liberty Media zu helfen, zu verstehen, was wir mitbringen.“
Towriss war eine auffällige Präsenz bei Veranstaltungen zum Ende der Saison, wie dem Großen Preis von Las Vegas, wo er wahrscheinlich die Gelegenheit nutzte, um den FIA-Beamten und F1-Insidern die vielversprechende Zukunft, die Cadillac dem Sport bringen könnte, näher zu erläutern. Er äußerte: „Es gab sicherlich einige Verwirrung über bestimmte im Laufe der Zeit getätigte Aussagen. Sobald klar wurde, dass es sich um das Cadillac F1-Team handelte, erkannten sie den Wert, den wir der Serie hinzufügen.“
Die anfänglichen Bedenken von FOM schienen aus der Überzeugung zu stammen, dass das von Andretti geleitete Team möglicherweise nicht ausreichend auf die hohen Anforderungen der F1 vorbereitet sein könnte. Allerdings schien Towriss‘ zunehmendes Engagement diese Bedenken auszuräumen. Towriss, der nun als CEO von TWG Motorsports, einer Abteilung von TWG Global, angekündigt wurde, wird das Motorsport-Portfolio des Unternehmens überwachen, einschließlich des Eintritts des Cadillac F1-Teams, des IndyCar-Teams von Andretti, Wayne Taylor Racing in IMSA und Spire Motorsports in NASCAR.