Christian Horner, der Teamchef von Red Bull, hat kürzlich Bedenken hinsichtlich des Zeitpunkts der Entscheidung der Internationalen Automobilföderation (FIA) geäußert, strengere Tests für Flexi-Wings im Formel-1-Rennsport einzuführen. Horner behauptet, dass die Auswirkungen dieser verschärften Regelung auf den Sport „unmöglich vorherzusagen“ seien.
In der vergangenen Saison erwiesen sich die flexiblen Frontflügel als umstrittenes Thema, da sowohl McLaren als auch Mercedes angeblich einen unfairen Vorteil aus dem wahrgenommenen übermäßigen Elastizität zogen. Dies sorgte für Stirnrunzeln bei rivalisierenden Teams, darunter Red Bull und Ferrari. Die FIA schien jedoch mit der Situation zufrieden zu sein und entschied sich, die Tests für das Bauteil unverändert zu lassen, eine Entscheidung, die andeutete, dass sie alles innerhalb der Regeln für konform hielten.
Die Aufseher des Sports haben jedoch ihre Haltung inzwischen neu bewertet. Ab dem spanischen Grand Prix 2025 werden strengere Tests eingeführt. Dieser Schritt setzt im Wesentlichen eine Obergrenze für das übermäßige Flexen der Flügel, ein Faktor, von dem angenommen wird, dass er die Leistung steigert.
Diese plötzliche Änderung der Vorschriften wirft Bedenken für Teams auf, die erheblich in die Aufholung des leistungssteigernden Bauteils investiert haben. Sie werden nun nur neun Runden lang von den Früchten ihrer Investition profitieren. Zu diesem Thema stellte Horner während der Mittagspause am ersten Tag des Bahrain-Vorbereitungstests die Frage nach dem Zeitpunkt. Er fragte: „Warum neun Rennen? Es wäre vielleicht besser gewesen, dies in der Off-Season anzusprechen.“
Darüber hinaus äußerte der Teamchef von Red Bull Unsicherheit über die potenziellen Gewinner und Verlierer in diesem Szenario und machte deutlich, dass das Ergebnis schwer vorherzusagen sei.
Im Gegensatz zu Horners Bedenken schien Zak Brown, der CEO von McLaren, von den erwarteten Veränderungen unbeeindruckt. Obwohl sein Team möglicherweise am stärksten betroffen ist, angesichts ihrer Leistungen in der letzten Saison, spielte Brown die Auswirkungen auf die amtierenden Konstrukteursmeister herunter. Er behauptete, dass er keinen signifikanten Wandel in der Rangordnung aufgrund der Änderungen voraussehe und erklärte, dass es zu schwer sei, vorherzusagen, wer davon profitiert oder verliert.
Der Eingriff der FIA in Bezug auf Flexi-Flügel erstreckt sich auch auf die Heckflügel. Strenge Tests werden zu Beginn der Saison eingeführt, im Gegensatz zur Einführung zur Mitte der Saison für die Frontflügel. Diese Entscheidung folgt auf die Kontroversen rund um McLarens ‚Mini-DRS‘-Flexi-Flügel in der letzten Saison, der einem Änderungsantrag der FIA unterworfen war, obwohl er zunächst nicht verboten war.
Mit diesen Änderungen, die in Kraft treten sollen, verspricht die kommende Formel-1-Saison, mehr Unberechenbarkeit und Aufregung zu bieten, während die Teams ihre Strategien und Designs an die neuen Vorschriften anpassen.